Take My Hand
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Take My Hand
Take My Hand

Lyrics by Simple Plan - Take My Hand

Lyrics by Simple Plan - Take My Hand
About:
Eine Liebe zwischen zwei Rivalen. Eine Liebe gegen alle Regeln. Aber Liebe ist zu stark, um sie zu ignorieren. Damit müssen auch Cristiano und Fernando umgehen - sie können nicht mit, aber auch nicht ohneeinander. Sie brauchen den jeweils Anderen, wie die Luft zum atmen. Sie führen ein Leben hin und hergerissen, zwischen Vernunft & Gefühl, zwischen Verzweiflung und Leidenschaft. Zwischen Erfolg & Niederlage. Und damit verletzten sie nicht nur ihre eigenen Herzen...
More:
Drama/Romanze || Slash! || Ab 16 Jahren! Wer ein paar Schimpfwörter & 'Liebesszenen' nicht aushält, sollte die Geschichte nicht lesen!
Charaktere:
Cristiano Ronaldo
Fernando Torres
Olalla Dominguez
Maria Soáres [OC]
Vereine + Nationalmannschaften
Freunde, Familie && so
Disclaimer: Alsoooo.. ich keine die Charaktere weder persönlich, noch habe ich vor diese zu verleudmen oder ihren Ruf zu schädigen. Die Geschichte entspringt meiner eigenen Fantasie und hat nichts mit der Realität zu tun. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte. Lediglich die Story & die erfundenen Charaktere gehören mir.
Vorwort: Joar... was bleibt noch groß zu sagen? Habt Spaß beim Lesen und schreibt doch, wie ihr die Geschichte findet!
LG,
Caro
P.S.: Die Geschichte könnt ihr auch hier lesen!
Zuletzt von Caro am Mi März 18, 2009 9:33 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Re: Take My Hand
Prolog
Cristiano Ronaldo, seines Zeichens Englischer Meister und Championsleague-Sieger, stieg gerade am Wiener Flughafen, zusammen mit den anderen Nationalspielern, die in der englischen Premiere League in ihren Vereinen spielten, aus dem Flieger. Er unterhielt sich gerade mit Luís, auch genannt Nani, Ricardo und Paulo, als er die Spanier, die vor ihnen aus dem Flieger gestiegen waren, an den Gepäckbändern erblickte. Die Betreuer hieften massenweiße rot-gold-rote Koffer von dem Band, während die Spieler miteinander scherzten und lachten.
Xabi Alonso, Francesc Fabregas, Jose Reina und Fernando Torres schienen gerade Witze zu machen, als ein Flughafenangestellter zu ihnen gerannt kam und sie bat, ihm zu folgen. Cristiano seufzte.
"Was ist?", fragte Luìs und drehte sich zu Cristiano herum.
"Wir sind, mal wieder, die letzten.", jammerte der und grinste schief. Auch wenn das nicht der wirkliche Grund für sein Seufzen war. Es musste ja nicht jeder gleich wissen, warum er gerade geseufzt hatte, oder? Nein, das wusste er alleine und das reichte für den Moment.
Schnell bahnten sie sich den Weg zu dem Gepäckband und nahmen ihre Koffer selbst. Sie wussten, wo sie hin mussten und so eitel wie die werten Spanier waren sie bei weitem nicht.
Vielleicht zumindest.
Der Weg zum Kleinbus, der sie abholte, war gleich gefunden, ein paar Autogramme schnell geschrieben und die Koffer ebenfalls schnell verstaut. Sie fuhren gerade mitten durch Wien, in Richtung Linz. Dort würden sie, zusammen mit der restlichen Nationalmannschaft Portugals für hoffentlich drei Wochen wohnen.
Die Gebäude und Bäume, die die Straßen zierten, sowie die unzähligen Menschen und Fahrzeuge, rauschten an Cristiano vorbei. Sein Kopf lehnte an dem geschlossenen Autofenster an. Verträumt sah er ins Freie. Noch niemand wusste es, aber er hatte seit heute Morgen keine Freundin mehr. Der Fußballstar hatte seine Freundin noch kurz besuchen wollen und anstatt einer schlafenden Nereida, eine splitterfasernackte Nereida gefunden, die sich mit irgendeinem Typen im Bett vergnügte. Für Cristiano war sofort Schluss, immerhin wäre sie am nächsten Tag nachgekommen.
"Schlampe.", sagte er mehr zu sich selbst. Doch Luís, Paulo und Ricardo verstummten und sahen den 23-Jährigen fragend an.
"Wer ist eine Schlampe?", fragte Luís schließlich.
"Nereida.",antwortete Cristiano trocken und kurz angebunden.
"Ähm... und warum?", wollte Ricardo wissen.
"Ich wollte mich nur von ihr verabschieden, da hab ich sie heute morgen besucht und na ja, die hat gerade mit einem Andern geschlafen.", erklärte Cristiano und starrte noch immer aus dem Fenster.
"Oh.", machten die andern Drei. Paulo klopfte Cris tröstend auf die Schulter und sie ließen ihn in Ruhe weiter aus dem Fenster starren.
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Comments? *Keksschüssel hinstell*
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Caro- Admin
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Re: Take My Hand
Ich muss sagen,der Teil,indem Nereida mit jemand anderem geschlafen hat & Cristiano darüber nachdenkt ist echt lustig. Ich weiß nicht warum,aber er gefällt mir
Bin mal gespannt,wann er auf seinen Rivalen trifft

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Honeymelon- Newsposter
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Re: Take My Hand
²cat: Lustig? Okaaay... XD Ui... bis sie sich treffen wird wohl nicht mehr allzu viel Zeit vergehen *.* Na ja... ein bisschen noch ^^
²Honeymelon: Dankeschön <3
²Honeymelon: Dankeschön <3
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That La La La
Seit die Mannschaft in Linz angekommen war, hatte keiner der Vier, die in England spielten, etwas über die Sache mit Nereida gesagt, vielleicht hatten sie es auch schon vergessen. Cristiano selbstverständlich nicht. Die EM war anstrengend, die Vorrundenspiele kräftezehrend und schwierig. Als souveräner Gruppenerster hatten sie ihr Viertelfinale gegen Kroatien bestritten, auch kein leichter Gegner. Trotzalledem hatten sie mit zwei zu eins gewonnen. Cristiano musst in der 60. Minute nach einem schlimmen Foul ausgewechselt werden, er hatte sich eine Platzwunde an der Stirn zugezogen und der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestand. Dieser hatte sich zwar nicht bestätigt, aber die Platzwunde würde möglicherweise eine Narbe hinterlassen. Cristiano seufzte.
Er sah auf den Wecker, dessen Zeiger ein wenig leuchteten. Es war vier Uhr morgens,
Cristiano starrte zur Decke. Heute würden Portugal gegen die Deutschland spielen. Es war das erreichte Halbfinale, ein einziges Tor mehr und sie ständen im Finale. Doch er hatte seit Tagen nicht geschlafen. Die Sache mit Nereida ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Sie hatte ihn schon oft angerufen, doch er war nicht an sein Handy gegangen; sie hatte schon unzählige SMS' geschrieben, doch er hatte jeden einzelne ungelesen gelöscht. Jede Nacht weinte er. Ja, er weinte. Liebeskummer? Vielleicht.
Mit jedem Tag, den er hier verbrachte, sah er schlechter aus, mit jedem Tag, schmerzte sein Herz mehr, nicht weil er Nereida vermisste, sondern weil sie ihn verletzt hatte. Sie hatte ihn betrogen und ihm damit einfach nur weh getan. Er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte. Noch zwei Stunden, doch er hatte noch keine Sekunde lang geschlafen. Müde strich er sich durch's Haar. Der Kaffee des Hotels war sein bester Freund geworden, doch was sollte er tun? Schlaftabletten konnte er nicht nehmen, sollte er auf Dopingmittel getestet werden, wäre das Ergebnis positiv. Er drehte sich um und sah aus dem offenen Fenster. Die Sterne funkelten am dunklen Himmel und der Mond glitzerte. Die langen, dünnen Vorhänge warfen lange Schatten in das Zimmer und wiegten sich in der Luft. Erschöpft atmete er tief die kühle Luft ein. Plötzlich lachte er. Er lachte. Eigentlich hatte er sich geschworen, dass keine Frau sich jemals negativ auf seine fußballerischen Leistungen auswirken würde. Aber Nereida tat es. Er war oft unkonzentriert und im Halbschlaf. Er schloss die Augen und atmete ein weiteres mal tief ein.
ooOO0OOoo
Ein lautes Pochen. Ein Rufen. Cristiano blinzelte. Hatte er tatsächlich geschlafen? Lange konnte es nicht gewesen sein. Doch die Sonne war schon aufgegangen und tauchte das Zimmer, in dem er wohnte, in ein warmes Licht. Schnell sah er auf seinen Wecker, es war bereits nach halb elf. Wieder ein Pochen und ein Rufen. Der Portugiese kroch mühsam aus dem Bett und wankte auf die Zimmertür zu. Müde öffnete er die Tür und sah in das wütende Gesicht seines Trainers.
"Wie spät ist es?", fragte Luis. Cristiano sah schuldbewusst zu Boden:
"Halb elf."
"Und wann wollten wir losfahren?!", der Brasilianer sah wirklich ernsthaft sauer aus.
"Um sieben. Es tut mir Leid.", entschuldigte sich Cristiano. Scolari wartete geduldig, bis sich sein Stürmerstar schnell angezogen hatte. Die Beiden gingen zügig in Richtung Hotelausgang, doch Cristiano schnappte sich im Vorbeigehen noch ein Brötchen vom Tablett einer Bedienung. Trainer und Spieler stiegen in einen Kleinbus und der Fahrer des Wagens startete sofort. In einem angemessenen Tempo fuhren sie in Richtung Basel.
Mitten auf der Autobahn, die sehr stark befahren war, schwiegen sich Scolari und Cristiano an. Der Fahrer war durch eine schalldämpfende, verdunkelte Glasscheibe von den Zwei abgetrennt und bekam nichts von dem Schweigemarathon mit. Cristiano starrte wie bei jeder Busfahrt zu den Austragungsorten der Europameisterschaft aus dem Fenster und sagte nichts. Luis sah seinen Schützling nachdenklich an, ehe er das Schweigen brach:
"Was ist eigentlich mit der los, Cristiano?"
Der Portugiese sah seinen Trainer erschrocken an und legte den Kopf schief: "Es...-", er hielt kurz inne, "Ich hab meine... Ex-Freundin am Tag, an dem wir aus England nach Wien geflogen sind, mit einem Andern erwischt. Keine Ahnung, aber so hab ich mir einen Abschied nicht unbedingt vorgestellt." Er zuckte mir den Schultern.
"Und jetzt denkst du trotzdem noch an sie. Außerdem schreibt sie dir ständig Short Messages und versucht dich anzurufen.", vervollständigte Luis Cristianos Gedanken.
"Und was soll ich jetzt machen?", seufzte der und lies seinen Kopf in den Nacken sinken.
"Ihre Nummer löschen, ihre Short Messages löschen, all ihre Bilder in den Müll werfen, was man eben so macht.", Scolari zuckte mit den Schultern, "Allerdings solltest du dich auf heute Abend konzentrieren. Und du musst sagen, wenn du dich nicht wohl fühlst. Wenn du abgelenkt bist, kannst du nicht spielen."
"Ich bin nicht abgelenkt. Ich schaff das... Und Trainer?", Scolari sah Cristiano an, "Danke."
"Kein Problem. Ruh' dich noch kurz aus, wir sind bald da."
Cristiano nickte und legte seinen Kopf an die Autoscheibe. Nach wenigen Minuten hatte er sich an das gleichmäßige Zuckeln des Wagens gewöhnt und sein Körper entspannte sich. Die Anspannung viel langsam von ihm ab, Vorfreude auf das Spiel gegen Deutschland machte sich in seinem Innern breit, Nereida war vergessen.
Die Straße sah immer gleich aus, immer nur das gleiche, triste grau und die hohen Hecken links und rechts. Doch etwas wurde von einem wunderbaren Geräusch aus seinen Tagträumen gerissen. Schnell richtete er sich auf und sah aufmerksam durch die Glasscheibe. Das eindeutige Motorbrummen eines Bugatti Veryon war zu hören und so wie es sich anhörte, war das Auto verdammt schnell unterwegs. Cristiano grinste. Für diesen Nike-Werbespot war er gegen einen solchen Wagen angedrehten und hatte gewonnen. Nicht nur das Rennen, sondern auch eine Wette mit dem Ingenieur des Wagens. Er hatte, um genau zu sein, einen solchen Bugatti gewonnen, in schickem schwarz versteht sich. Sein roter Ferrari war rot genug, sonst bevorzugte der Portugiese schwarz oder silber bei allem, was mehr als ein Rad und viel PS hatte. Der Bugatti rauschte an dem Kleinbus vorbei und hinterlies nur einen verträumt lächelnden Fußballstar. Scolari lachte und klopfte Cristiano auf die Schulter. Er sagte etwas, was Cristiano nicht verstand, es musste der berühmte brasilianische Dialekt sein, nichts für Portugiesen, die sich mit 'Hoch-'Portugiesisch schon schwer taten.
Der Fahrer bog plötzlich nach rechts ab und drosselte die Geschwindigkeit. Eine schmalere Straße und eine Geschwindigkeitsbegrenzung, wie es sie in England zu Hauf gab. Cris grinste ein weiteres mal an diesem Tag. Er war es nicht gewohnt, rechts zu fahren. Ein Grund mehr, nicht nach Madrid zu wechseln, murmelte er leise, sodass es sein Trainer nicht verstehen konnte. Ein weiteres mal bog der Fahrer ab, diesmal nach links. Die Straße wurde wieder breiter, doch der Verkehr verdichtete sich. Die Gebäude, die die Straße flankierten sahen wohnlicher aus, vielleicht Appartements. Überall liefen Menschen in portugiesischen und deutschen Fußballtrikots herum, friedlich, Arm in Arm und sangen Lieder. Cristiano hoffte, nein er wusste, dass er heute Abend als Sieger hier aus Basel abreisen würde und ins Finale einziehen würde. Nach der EM 2004, dem Vizetitel und der WM 2006 musste endlich ein richtig großer Titel her. Meister der Herzen war Portugal schon zu oft geworden, das Land, die Mannschaft, die Menschen hatten es verdient zu gewinnen, den ersten Titel überhaupt zu gewinnen. Außerdem war die persönliche Titeljagd für Cristiano noch lange nicht beendet. Englischer Meister und Championsleague-Sieger, na gut, Torschützenkönig in allen Wettbewerben, auch schön. Genau so wie Englands und Portugals Spieler des Jahres, und so weiter. Doch was fehlte war der Europameister und Europas beziehungsweise der beste Spieler der Welt. Das fehlte. Noch. Doch er war mehr als bereit sich diese Titel auch noch zu holen.
"Trainer?", der Wagen wurde immer langsamer, das Stadion war bereits zu sehen. Luis sah Cristiano fragend an. "... Kann ich heute Abend der Kapitän sein?"
Der Brasilianer zuckte mit den Schultern, ehe er antwortete: "Eigentlich sollte ich dich gar nicht spielen lassen, du Langschläfer. Aber ich denke ja. Wenn ich mir das Glitzern in deinen Augen so ansehe... Doch, ich sage nur noch Nuno Bescheid. Wenn möglich wollte ich ihn sowieso nicht die ganze Zeit drin lassen. Hélder und Hugo haben eine Chance verdient. Sie sind beide Topstürmer und Hélder bringen wir auch wieder groß raus. Sein Stern ist noch lange nicht erloschen und deiner... deiner auch nicht. Lass dich nicht unter Druck setzten. Es ist nur ein Spiel. Mach dich nicht verrückt, geh da raus, spiel' Fußball, gib dein Bestes und hab Spaß!"
Cristiano schaute seinen Trainer bewundernd an. Eigentlich hatte er ein knallhartes 'Nein' erwartet und einen Vortrag über das Verhalten als Vorbild. Er hatte gedacht, dass Scolari total angespannt und aufgeregt wäre, doch der Brasilianer wirkte relaxt und entspannt, so als wüsste er, wie das Spiel ausgehen würde.
Der Wagen hielt und Spieler und Trainer stiegen aus, ohne auch nur von einem einzigen Fotografen erwischt zu werden. Schnell gingen sie in die Mannschaftskabine, in der es verdächtig ruhig war.
"Da sind wir - ich - er - Okay, die Mannschaft ist komplett, zieht euch fertig um und dann geht's zum Abschlusstraining, ehe die Taktikbesprechung dran kommt!", Scolari lachte und schubste Cristiano zu seinem Platz. Sofort belagerten dessen Teamkollegen ihn mit Fragen, wo er gewesen war, warum der Trainer so fröhlich war und was man sonst noch so wissen wollte. Cristiano, als wohl einziges männliches Wesen auf diesem gesamten Planeten, Multitasking fähig, zog sich an und beantwortete geduldig die Fragen seiner Landsmänner. Nach wenigen Minuten waren alle fertig und gut gelaunt. So erklomm man die Treppen, die auf den Rasen des Stadions führten.
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So... ich hab noch einen Trailer gebastelt: Klick mich
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Re: Take My Hand
Der Trailer ist toll!! Ich freu mich schon wenn endlich Nando kommt! Mach schnell weiter
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Honeymelon- Newsposter
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Re: Take My Hand
²Honeymelon: Joar... Nando kommt bald XD Nicht mehr lange ^^ Aber wir brauchen ja erstma die richtige Situation, damit sie sich überhaupt treffen können, 'ne? XD
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Schnell hatten sie sich warm gemacht und waren ein paar Runden auf dem frischen Rasen gelaufen. Es stand nicht viel auf dem Programm, nur noch ein paar Ecken und ein Freistoßspezial für Cris. Die Eckbälle waren mal hoch, mal tief geschossen, mal auf den freien Mann, mal kurz, mal lang, doch alle Automatismen griffen, alle Laufwege stimmten. Die Freistöße waren (fast) unhaltbar, obwohl Cristiano sich nicht wirklich verausgabte. Das Training war eigentlich viel zu kurz, doch die Mannschaft verließ den Platz wieder, als die Deutschen ihr Training begannen.
Zurück in der Kabine wurde noch die Taktik besprochen, die Standartschützen gewählt, der Kapitän bekannt gegeben und, sollte Portugal gegen Deutschland gewinnen, für morgen Trainingsfrei vereinbart. Ein Klopfen bedeutete, dass das leichte Abendessen fertig war. Jemand öffnete die Tür und mehrere Mitarbeiter der Nationalmannschaft fuhren drei große, voll bepackte Rolltische in die Kabine und verteilten individuell zusammengestellte Essenspackete und Besteck. Jeder bekam noch ein Energie Drink und eine Servierte dazu. Cristiano beispielsweise aß eine kleine Portion Reis mit einer leichten Soße und etwas Gemüse. Nach wenigen Minuten waren alle fertig und die Essenswagons wurden wieder weggefahren. Die Spieler schlüpften in ihre Trikots, Hosen und die, die in der Anfangsformation standen, zogen bereits ihre Schienbeinschoner und Stutzen an. Jeder bekam seine eigene Trainingsjacke, in Basel hatte es begonnen zu regnen. Noch einmal schworen sie sich aufeinander ein. Jeder wollte gewinnen, jeder wollte die Niederlage aus dem Spiel um Platz drei während der WM 2006 vergessen machen. Jeder. Ausnahmslos. Selbst die, die dieses Spiel gar nicht bestritten hatten.
Noch eine Minute. Nur eine Minute. Cristiano fuhr sich durch's Haar. Er war aufgeregt, doch er wusste, dass die Nervosität beim Anstoß verflogen sein würde. Noch einmal küsste er den Rosenkranz, den er immer in der Hosentasche hatte und verließ die Kabine. Seine Mitspieler waren schon vorgegangen, doch der Weg zum Aufgang war nicht sehr weit. Er konnte das Lachen seiner Mannschaftskameraden hören und das Gemurmel der Deutschen. Cristiano atmete noch einmal tief durch und gesellte sich zu seiner Mannschaft. Die gelbe Binde, die er am Arm trug war unter der verschlossenen Trainingsjacke verborgen. Seine froschgrünen Schuhe glänzten und waren fest zugeschnürt. Die Schiedsrichter sahen sich um und gingen vor den Spielern los. Der Truppe aus knallroten und weißen Trikots setzte sich in Bewegung. Cristiano vernahm die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, er hörte den Stadionsprecher. Kinder liefen dieses mal keine mit, man wollte den Kleinen wohl den kalten Regen ersparen. Die Mannschaften stellten sich in eine Reihe auf. Die deutsche Nationalhymne wurde gespielt, Cristiano hörte aufmerksam zu. Er fand die Hymne eigentlich schön, doch er verstand kein Wort. Die Hymne klang aus, es gab Applaus, deutsche Fahnen wurden geschwenkt. Dann erklang die Melodie der portugiesischen Hymne. Cristiano lächelte. Abertausende von Flaggen wurden geschwenkt. Die ersten Wörter erklangen und er sang jedes einzelne mit:
"Heróis do mar, nobre povo, Nação valente, imortal, Levantai hoje de novo O esplendor de Portugal!", Cristiano spürte, wie stark sein Herz gegen seinen Brustkorb hämmerte, wie das Adrenalin durch seine Adern strömte, "Entre as brumas da memória, Ó Pátria sente-se a voz Dos teus egrégios avós, Que há-de guiar-te à vitória!", Cristiano dachte nur an den Sieg, nur daran zu gewinnen, "Às armas, às armas! Sobre a terra, sobre o mar, Às armas, às armas! Pela Pátria lutar Contra os canhões marchar, marchar!", er wusste genau, dass er es zusammen mit den Andern schaffen konnte, dass er seinem Land dienen konnte. Die Melodie klang aus, ein ohrenbetäubender Applaus erklang, Cristiano klatschte.
Schnell entledigten sie sich ihrer Jacken, Cristiano joggte locker zu den Schiedsrichtern und dem deutsche Kapitän Michael Ballack. Cristiano hatte ihn schon einmal besiegt, er würde es auch ein weiteres mal schaffen!
"Kopf oder Zahl?", fragte der Schiri. Ballack sah Cristiano fragend an, der antwortete "Kopf". Der schwedische Schiri warf die Münze in die Luft und fing sie wieder auf: Kopf. Cristiano grinste. Er wählte die Seite und Portugal hatte Anstoß. Schnell tauschten sie die Fähnchen aus und wünschten sich viel Glück. Cristiano lief auf seine Position und deutete Nuno und Deco an, dass sie den Anstoß vollziehen sollten. Die Beiden taten wie ihnen gehießen und passten den Ball zu Pepe. Der spielte den Ball zu Cristiano. Das Spiel konnte also beginnen.
Die Minuten rannten davon, der Schlusspfiff war nahe, doch noch immer war kein einziges Tor gefallen. Auf jeder Seite hatte man Möglichkeiten, doch entweder verschoss der Schütze oder der Torwart legte eine Parade hin und verhinderte das Tor.
Es war nur noch eine einzige Minute in der regulären Nachspielzeit zu spielen, sonst würde das Spiel in die Verlängerung gehen. Cristiano hatte den Ball und war nur wenige Meter vom Fünfmeterraum entfernt. Er sah, dass Nuno frei stand, nicht im Abseits war und eine gute Schussposition hatte. Ein Übersteiger und er passte den Ball zu Nuno. Doch der Ball versprang, er spührte nur einen stechenden Schmerz in der Wade und machte zum millionsten Mal an diesem Abend Bekanntschaft mit dem Rasen. Kurz blieb er liegen, um durchzuatmen. Der Ball war nicht bei Nuno angekommen. Kein Tor. Hoffentlich lief kein Konter. Doch das gellende Pfeifkonzert rüttelte ihn wach, jemand, Deco um genau zu sein, reichte ihm die Hand und zog ihn hoch. Der Schiedsrichter diskutierte mit der gesamten deutschen Mannschaft.
"Was ist passiert?", fragte Cristiano leise.
"Du wurdest im Strafraum gefoult, der Schiri gibt Elfmeter. Ach ja, du schießt.", Cristiano fiel aus Wolken, weil er ja auch in wichtigen Spielen Elfmeter schießen konnte!
"Ich kann das nicht!"
"Oh doch. Und außerdem geht's nach der Aktion etwa in die Verlängerung oder wir haben gewonnen.", Deco klopfte dem Kapitän aufmunternd auf die Schulter. Cristiano sah panisch zu seinem Trainer, doch der nickte nur. Der deutsche Torwart, Jens Lehmann, stellte sich zwischen die Pfosten und sah den unsicheren Portugiesen aufmerksam an.
Der Schiri kam auf die Portugiesen zu und fragte wer schießen würde. Cristiano sah noch einmal in die Runde und ging zum Elfmeterpunkt. Der Ball lag schon bereit, doch er nahm ihn noch einmal hoch und küsste das Leder. Vorsichtig legte er den Ball wieder auf den Boden. Sein Kopf war leer, doch sein Körper war bis zum zerreißen angespannt.
Angespannt lief er exakt viereinhalb Schritte zurück und stellte sich breitbeinig vor den ominösen Punkt. Die Hände in die Hüfte gestemmt versuchte er sich zu konzentrieren – er atmete tief ein und aus und versuchte die Menschen um ihn herum auszublenden.
Während dem Spiel hatte er bemerkt, dass der Keeper bei hohen Bällen, die auf die Ecken gespielt werden, Probleme hatten. Er grinste, als er an seinen Freistoß gegen Portsmouth dachte. Einfach noch einmal so ein Ding und sie standen im Finale.
Der Schiedsrichter gab den Ball frei. Cristiano lief kurz an, stoppte und machte die letzten Schritte zum Ball; er traf das Leder perfekt und hämmerte den Ball ins linke, obere Eck, genau wie gegen Portsmouth.
Der Ball zappelte im Netz und die Portugiesischen Fans jubelten. Cristiano riss die Arme in die Luft und lies sich auf die Knie fallen. Seine Teamkollegen stürzten sich auf ihn und umarmten ihren Kaptiän.
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A Portugesa
Schnell hatten sie sich warm gemacht und waren ein paar Runden auf dem frischen Rasen gelaufen. Es stand nicht viel auf dem Programm, nur noch ein paar Ecken und ein Freistoßspezial für Cris. Die Eckbälle waren mal hoch, mal tief geschossen, mal auf den freien Mann, mal kurz, mal lang, doch alle Automatismen griffen, alle Laufwege stimmten. Die Freistöße waren (fast) unhaltbar, obwohl Cristiano sich nicht wirklich verausgabte. Das Training war eigentlich viel zu kurz, doch die Mannschaft verließ den Platz wieder, als die Deutschen ihr Training begannen.
Zurück in der Kabine wurde noch die Taktik besprochen, die Standartschützen gewählt, der Kapitän bekannt gegeben und, sollte Portugal gegen Deutschland gewinnen, für morgen Trainingsfrei vereinbart. Ein Klopfen bedeutete, dass das leichte Abendessen fertig war. Jemand öffnete die Tür und mehrere Mitarbeiter der Nationalmannschaft fuhren drei große, voll bepackte Rolltische in die Kabine und verteilten individuell zusammengestellte Essenspackete und Besteck. Jeder bekam noch ein Energie Drink und eine Servierte dazu. Cristiano beispielsweise aß eine kleine Portion Reis mit einer leichten Soße und etwas Gemüse. Nach wenigen Minuten waren alle fertig und die Essenswagons wurden wieder weggefahren. Die Spieler schlüpften in ihre Trikots, Hosen und die, die in der Anfangsformation standen, zogen bereits ihre Schienbeinschoner und Stutzen an. Jeder bekam seine eigene Trainingsjacke, in Basel hatte es begonnen zu regnen. Noch einmal schworen sie sich aufeinander ein. Jeder wollte gewinnen, jeder wollte die Niederlage aus dem Spiel um Platz drei während der WM 2006 vergessen machen. Jeder. Ausnahmslos. Selbst die, die dieses Spiel gar nicht bestritten hatten.
Noch eine Minute. Nur eine Minute. Cristiano fuhr sich durch's Haar. Er war aufgeregt, doch er wusste, dass die Nervosität beim Anstoß verflogen sein würde. Noch einmal küsste er den Rosenkranz, den er immer in der Hosentasche hatte und verließ die Kabine. Seine Mitspieler waren schon vorgegangen, doch der Weg zum Aufgang war nicht sehr weit. Er konnte das Lachen seiner Mannschaftskameraden hören und das Gemurmel der Deutschen. Cristiano atmete noch einmal tief durch und gesellte sich zu seiner Mannschaft. Die gelbe Binde, die er am Arm trug war unter der verschlossenen Trainingsjacke verborgen. Seine froschgrünen Schuhe glänzten und waren fest zugeschnürt. Die Schiedsrichter sahen sich um und gingen vor den Spielern los. Der Truppe aus knallroten und weißen Trikots setzte sich in Bewegung. Cristiano vernahm die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, er hörte den Stadionsprecher. Kinder liefen dieses mal keine mit, man wollte den Kleinen wohl den kalten Regen ersparen. Die Mannschaften stellten sich in eine Reihe auf. Die deutsche Nationalhymne wurde gespielt, Cristiano hörte aufmerksam zu. Er fand die Hymne eigentlich schön, doch er verstand kein Wort. Die Hymne klang aus, es gab Applaus, deutsche Fahnen wurden geschwenkt. Dann erklang die Melodie der portugiesischen Hymne. Cristiano lächelte. Abertausende von Flaggen wurden geschwenkt. Die ersten Wörter erklangen und er sang jedes einzelne mit:
"Heróis do mar, nobre povo, Nação valente, imortal, Levantai hoje de novo O esplendor de Portugal!", Cristiano spürte, wie stark sein Herz gegen seinen Brustkorb hämmerte, wie das Adrenalin durch seine Adern strömte, "Entre as brumas da memória, Ó Pátria sente-se a voz Dos teus egrégios avós, Que há-de guiar-te à vitória!", Cristiano dachte nur an den Sieg, nur daran zu gewinnen, "Às armas, às armas! Sobre a terra, sobre o mar, Às armas, às armas! Pela Pátria lutar Contra os canhões marchar, marchar!", er wusste genau, dass er es zusammen mit den Andern schaffen konnte, dass er seinem Land dienen konnte. Die Melodie klang aus, ein ohrenbetäubender Applaus erklang, Cristiano klatschte.
Schnell entledigten sie sich ihrer Jacken, Cristiano joggte locker zu den Schiedsrichtern und dem deutsche Kapitän Michael Ballack. Cristiano hatte ihn schon einmal besiegt, er würde es auch ein weiteres mal schaffen!
"Kopf oder Zahl?", fragte der Schiri. Ballack sah Cristiano fragend an, der antwortete "Kopf". Der schwedische Schiri warf die Münze in die Luft und fing sie wieder auf: Kopf. Cristiano grinste. Er wählte die Seite und Portugal hatte Anstoß. Schnell tauschten sie die Fähnchen aus und wünschten sich viel Glück. Cristiano lief auf seine Position und deutete Nuno und Deco an, dass sie den Anstoß vollziehen sollten. Die Beiden taten wie ihnen gehießen und passten den Ball zu Pepe. Der spielte den Ball zu Cristiano. Das Spiel konnte also beginnen.
Die Minuten rannten davon, der Schlusspfiff war nahe, doch noch immer war kein einziges Tor gefallen. Auf jeder Seite hatte man Möglichkeiten, doch entweder verschoss der Schütze oder der Torwart legte eine Parade hin und verhinderte das Tor.
Es war nur noch eine einzige Minute in der regulären Nachspielzeit zu spielen, sonst würde das Spiel in die Verlängerung gehen. Cristiano hatte den Ball und war nur wenige Meter vom Fünfmeterraum entfernt. Er sah, dass Nuno frei stand, nicht im Abseits war und eine gute Schussposition hatte. Ein Übersteiger und er passte den Ball zu Nuno. Doch der Ball versprang, er spührte nur einen stechenden Schmerz in der Wade und machte zum millionsten Mal an diesem Abend Bekanntschaft mit dem Rasen. Kurz blieb er liegen, um durchzuatmen. Der Ball war nicht bei Nuno angekommen. Kein Tor. Hoffentlich lief kein Konter. Doch das gellende Pfeifkonzert rüttelte ihn wach, jemand, Deco um genau zu sein, reichte ihm die Hand und zog ihn hoch. Der Schiedsrichter diskutierte mit der gesamten deutschen Mannschaft.
"Was ist passiert?", fragte Cristiano leise.
"Du wurdest im Strafraum gefoult, der Schiri gibt Elfmeter. Ach ja, du schießt.", Cristiano fiel aus Wolken, weil er ja auch in wichtigen Spielen Elfmeter schießen konnte!
"Ich kann das nicht!"
"Oh doch. Und außerdem geht's nach der Aktion etwa in die Verlängerung oder wir haben gewonnen.", Deco klopfte dem Kapitän aufmunternd auf die Schulter. Cristiano sah panisch zu seinem Trainer, doch der nickte nur. Der deutsche Torwart, Jens Lehmann, stellte sich zwischen die Pfosten und sah den unsicheren Portugiesen aufmerksam an.
Der Schiri kam auf die Portugiesen zu und fragte wer schießen würde. Cristiano sah noch einmal in die Runde und ging zum Elfmeterpunkt. Der Ball lag schon bereit, doch er nahm ihn noch einmal hoch und küsste das Leder. Vorsichtig legte er den Ball wieder auf den Boden. Sein Kopf war leer, doch sein Körper war bis zum zerreißen angespannt.
Angespannt lief er exakt viereinhalb Schritte zurück und stellte sich breitbeinig vor den ominösen Punkt. Die Hände in die Hüfte gestemmt versuchte er sich zu konzentrieren – er atmete tief ein und aus und versuchte die Menschen um ihn herum auszublenden.
Während dem Spiel hatte er bemerkt, dass der Keeper bei hohen Bällen, die auf die Ecken gespielt werden, Probleme hatten. Er grinste, als er an seinen Freistoß gegen Portsmouth dachte. Einfach noch einmal so ein Ding und sie standen im Finale.
Der Schiedsrichter gab den Ball frei. Cristiano lief kurz an, stoppte und machte die letzten Schritte zum Ball; er traf das Leder perfekt und hämmerte den Ball ins linke, obere Eck, genau wie gegen Portsmouth.
Der Ball zappelte im Netz und die Portugiesischen Fans jubelten. Cristiano riss die Arme in die Luft und lies sich auf die Knie fallen. Seine Teamkollegen stürzten sich auf ihn und umarmten ihren Kaptiän.
Zuletzt von Caro am Mo März 23, 2009 9:31 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Honeymelon- Newsposter
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Re: Take My Hand
hahahaha. sind die deutschen wohl raus
so,nachdem ich jetzt einen hämischen kommentar abgegeben hab,komm ich mal zu meinem lob
ich weiß nicht warum,aber ich muss immer wieder schmunzeln,wenn ich deine story lese.
alleine bei den wörtern "freistoßspezial", "froschgrün" und "man wollte den kleinen wohl den regen ersparen" - denk bitte nicht dass ich einen komischen humor hab,aber irgendwie assozier ich da lustige sachen mit
dann find ich es noch gut,dass du cristianos gedanken bei der hymne & dem elfmeter beschrieben hast - endlich mal einer,der die deutsche hymne gut findet
so und einmal hab ich nen schreibfehler entdeckt - ja,ich weiß,sowas will man meist nicht hören,aber ich sags trotzdem,ich bin perfektionist xD ^^, nicht böse sein
- es heißt aufmunternd.
und ich hätte gerne gewusst wie die anderen reagieren,dass cristiano kapitän ist
aber ich find deine story trotzdem super
so,nachdem ich jetzt einen hämischen kommentar abgegeben hab,komm ich mal zu meinem lob
ich weiß nicht warum,aber ich muss immer wieder schmunzeln,wenn ich deine story lese.
alleine bei den wörtern "freistoßspezial", "froschgrün" und "man wollte den kleinen wohl den regen ersparen" - denk bitte nicht dass ich einen komischen humor hab,aber irgendwie assozier ich da lustige sachen mit
dann find ich es noch gut,dass du cristianos gedanken bei der hymne & dem elfmeter beschrieben hast - endlich mal einer,der die deutsche hymne gut findet
so und einmal hab ich nen schreibfehler entdeckt - ja,ich weiß,sowas will man meist nicht hören,aber ich sags trotzdem,ich bin perfektionist xD ^^, nicht böse sein
und ich hätte gerne gewusst wie die anderen reagieren,dass cristiano kapitän ist
aber ich find deine story trotzdem super

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Re: Take My Hand
²Honeymelon: Danke & da bitte XD
²cat: Jaaaa, sie sind raus XD Tja. Mir geht's oft genauso. Mit dem Assoziationen-Dingens jetzt Xd Vor allem, weil es da sooo viele Insider gibt XD Schrecklich ^^ Ich mag unsere Hymne im Übrigen nicht. Die Portugiesische is viiiieeel schöner. Punkt XD Den Fehler (HALLLLOOO! Wir dumm kann man sein -.-'') hab ich verbessert XD Aber trotzdem danke <3
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Cristiano lies sich müde in die Kissen sinken. Er war erschöpft, aber überglücklich. Er hatte zusammen mit seiner Mannschaft das Finale der EM erreicht und dieses Mal würde er den Titel holen, er wusste es einfach. Nur der Gegner stand noch nicht fest, etwa die Niederlande oder Spanien. Cristiano war es egal, er hätte am liebsten gegen Griechenland gespielt und sich für den Vize-Titel 2004 revangiert, aber man konnte ja nicht alles haben. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief der Portugiese ein und träumte von runden Bällen, grünem, frisch gemähtem Rasen und dem Pokal.
Die Nacht war viel zu schnell zu Ende, die Sonne kroch gerade über die Berge und tauchte Linz in ein glühendes rot, als 22 Mann in schwarzer Trainingskleidung über einen Sportplatz liefen. Auch nach einem berauschenden Sieg hieß es fit sein, für das Spiel der Spiele. Immerhin hatten sie nur drei Tage um sich auf das Finale vorbereiten. Schon seit gut einer Stunde liefen die Spieler locker um den Platz. Sie scherzten und lachten, alle waren entspannt. Das Trainingsfrei hatten die Spieler dann doch abgelehnt, man wollte sich so gut, wie nur irgend möglich auf das Finale vorbereiten. Am Abend würde die Mannschaft zusammen das Spiel Spanien gegen die Niederlande ansehen. Cristiano würde zwar lieber gegen Spanien spielen, aber die Niederlande waren ihm auch recht. Er wusste ganz genau, dass er zusammen mit den anderen einfach alles schaffen konnte. Einfach alles. Dieses Jahr war Europa dran. Doch in zwei Jahren würde er die gesamte Welt erobern. Er würde alles gewinnen, was es zu gewinnen gab. Einfach alles.
Das Training war locker und noch vor dem Nachmittag vorbei. Alle spazierten zusammen zurück zum Hotel und aßen ausgiebig zu Mittag. Danach war Wellness angesagt, was soviel hieß, wie schwimmen, Sauna und schlafen. Cristiano gönnte sich eine Massage und ein paar Minuten Schlaf, ehe es auch schon dämmerte und Scolari seine Spieler zum Abendessen lotste. Der Trainer legte großen Wert auf ausgiebige Mahlzeiten, die Kraft und Energie spendeten. Es gab viel Gemüse, Reis, Nudel und nur wenig Fleisch. Die Salate waren großartig und das Mineralwasser wunderbar kühl. Die meisten Spieler waren der Meinung, dass dieser relaxte Tag viel zu schnell vorbei gegangen war, aber trotzdem versammelten sich Punkt zwanzig Uhr fünfundvierzig Männer vor dem riesigen Fernseher im Tagungsraum. Scolari erklärte, auf wen die einzelnen Mannschaftsteile, also Verteidigung, Mittelfeld, Sturm und Tor, zu achten hatten und auf was sie sich konzentrieren mussten. Schneller, als gewohnt begann das Spiel. Cristiano verfolgte das Geplänkel der beiden Mannschaften mit großem Interesse. Er starrte wie gebannt auf den Bildschirm und schien sich selbst bei jeder vergebenen Chance zu ärgern. Spanien und die Niederlande spielten wunderschönen Angriffsfußball – schnelle, kurze Pässe und Flügelwechsel - der leider zu vielen, sehr gefährlichen Kontern führte. Doch beide Torhüter parierten glänzend. Cristiano hatte von Edwin auch nichts anderes erwartet, schließlich spielten sie zusammen in einem Verein. Die Zeit raste, genau wie bei ihrem eigenen Spiel, nur so davon.
Die Halbzeitpause wurde von einigen als Pinkelpause genutzt, andere verabschiedeten sich Richtung Bett. Der Trainer verlangte lediglich, dass die Spieler die erste Halbzeit sahen. Die Einzigen, die das Spiel zu Ende sahen waren Luiz Felipe Scolari und der Trainerstab selbst, so wie Cristiano, Ricardo Quaresma und Joao Moutinho. Die jungen Wilden, wie sie von den Älteren gerne genannt wurden. Sie und noch ein paar Andere, waren die Zukunft Portugals, die Nachfolger der goldenen Ära.
Das Halbfinalspiel war jedoch spannend bis zum Schlusspfiff – es wurde erst in der 91. Minute entschieden. Schließlich stand fest, dass Portugal gegen Spanien die Finalbegegnung sein würde. Spanien hatte sich dank eines wirklich genialen Tores von Fernando Torres mit 1:0 durchgesetzt. Noch exakt 48 Stunden und der Europameister 2008 würde feststehen.
Wieder war es eine kurze Nacht, wieder war der folgende Tag mehr oder weniger entspannt. Doch die Zeit verging mal wieder viel zu schnell und hinterlies nur staundende Gesichter, als es nur noch eine halbe Stunden bis zum Anpfiff des EM-Finales waren. Cristiano saß, als Kapitän, zusammen mit seiner Mannschaft und ihrem Cheftrainer in der Kabine. Sie waren allesamt schon fertig angezogen, hatten gegessen und banden sich nun zum Großteil die Schnürsenkel.
„Jungs... ihr packt das! Ich weiß es und ihr wisst es auch. Geht einfach da raus und spielt euer Spiel. Dann werdet ihr zum Schluss als Sieger vom Platz gehen. Und zwar nicht als Sieger der Herzen, das seid ihr schon. Nein, ihr werdet mit dem Pokal nach hause fahren. Ihr werdet auf den Straßen Lissabons als Helden gefeiert werden und ihr werdet euren Fans den Pokal zeigen. Ihr werdet ihn in die Luft stemmen und vor Freude weinen. Ihr werdet es packen! Habt ihr mich verstanden?“
Alle nickte. Die Worte ihres Trainers machten Mut. Jeder wusste, dass, auch wenn er selbst nicht spielte, dass sie alle erst dann gewinnen konnten, wenn sie an den Sieg glaubten. Wenn sie es mehr als alles andere wollten.
„Dann geht da raus und spielt um euer Leben!“, Scolari schickte die Mannschaft hinaus, um sich zu dehnen, warm, oder besser gesagt heiß zu machen.
Ein weiteres Mal stand Cristiano als Kapitän zusammen mit seiner Mannschaft in einer Reihe. Sie hielten sich an Händen und sangen ihre Hymne. Sie wurde erst nach der Spanischen gespielt, doch in 90 Minuten würden sie vor den Spaniern stehen, als Sieger – das hatten sie sich alle zuvor fest geschworen. Die Melodie klang aus, Applaus erklang und die Seiten wurden ausgemacht. Cristiano gewann das Kopf oder Zahl-Spiel, Portugal hatte Anstoß und schon rollte der Ball. Ein sicheres Passspiel der Portugiesen überraschte die Spanier in den Anfangsminuten, doch auch deren Passspiel war ausgeklügelt, komplex, direkt und vor allem brandgefährlich.
„Pepe auf Ronaldo. Ronaldo beschleunigt, was ein wunderschönes Solo, doch Ramos kann in höchster Not klären. Das war Glück. Einwurf für Portugal – ausgeführt – Ronaldo schlägt eine wunderbare Flanke, doch Casillas stürzt aus dem Kasten und hat den Ball – der Konter läuft bereits – Torres am Ball, doch Carvalho kann ihn gerade so stoppen -“, die Fernsehkommentatoren kamen kaum mit dem Erklären nach. Das Spiel hatte ein Höllentempo, ständig wechselte der Ballbesitz und ständig wurden gute Chancen vereitelt und heraus gespielt. Immer wieder musste der Schiedsrichter die Partie unterbrechen; kleine Fouls hatten sich in die harten Zweikämpfe geschlichen, sodass die Mediziner am Spielfeldrand einiges zu tun hatten.
So plätscherte das Match vor sich hin – in einem unglaublichen Tempo. Doch Tore waren Mangelwaren.
So war auch schon fast die zweite Halbzeit vorbei, genau wie in dem Deutschlandspiel und es stand immer noch null zu null.
²cat: Jaaaa, sie sind raus XD Tja. Mir geht's oft genauso. Mit dem Assoziationen-Dingens jetzt Xd Vor allem, weil es da sooo viele Insider gibt XD Schrecklich ^^ Ich mag unsere Hymne im Übrigen nicht. Die Portugiesische is viiiieeel schöner. Punkt XD Den Fehler (HALLLLOOO! Wir dumm kann man sein -.-'') hab ich verbessert XD Aber trotzdem danke <3
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Força!
Cristiano lies sich müde in die Kissen sinken. Er war erschöpft, aber überglücklich. Er hatte zusammen mit seiner Mannschaft das Finale der EM erreicht und dieses Mal würde er den Titel holen, er wusste es einfach. Nur der Gegner stand noch nicht fest, etwa die Niederlande oder Spanien. Cristiano war es egal, er hätte am liebsten gegen Griechenland gespielt und sich für den Vize-Titel 2004 revangiert, aber man konnte ja nicht alles haben. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief der Portugiese ein und träumte von runden Bällen, grünem, frisch gemähtem Rasen und dem Pokal.
Die Nacht war viel zu schnell zu Ende, die Sonne kroch gerade über die Berge und tauchte Linz in ein glühendes rot, als 22 Mann in schwarzer Trainingskleidung über einen Sportplatz liefen. Auch nach einem berauschenden Sieg hieß es fit sein, für das Spiel der Spiele. Immerhin hatten sie nur drei Tage um sich auf das Finale vorbereiten. Schon seit gut einer Stunde liefen die Spieler locker um den Platz. Sie scherzten und lachten, alle waren entspannt. Das Trainingsfrei hatten die Spieler dann doch abgelehnt, man wollte sich so gut, wie nur irgend möglich auf das Finale vorbereiten. Am Abend würde die Mannschaft zusammen das Spiel Spanien gegen die Niederlande ansehen. Cristiano würde zwar lieber gegen Spanien spielen, aber die Niederlande waren ihm auch recht. Er wusste ganz genau, dass er zusammen mit den anderen einfach alles schaffen konnte. Einfach alles. Dieses Jahr war Europa dran. Doch in zwei Jahren würde er die gesamte Welt erobern. Er würde alles gewinnen, was es zu gewinnen gab. Einfach alles.
Das Training war locker und noch vor dem Nachmittag vorbei. Alle spazierten zusammen zurück zum Hotel und aßen ausgiebig zu Mittag. Danach war Wellness angesagt, was soviel hieß, wie schwimmen, Sauna und schlafen. Cristiano gönnte sich eine Massage und ein paar Minuten Schlaf, ehe es auch schon dämmerte und Scolari seine Spieler zum Abendessen lotste. Der Trainer legte großen Wert auf ausgiebige Mahlzeiten, die Kraft und Energie spendeten. Es gab viel Gemüse, Reis, Nudel und nur wenig Fleisch. Die Salate waren großartig und das Mineralwasser wunderbar kühl. Die meisten Spieler waren der Meinung, dass dieser relaxte Tag viel zu schnell vorbei gegangen war, aber trotzdem versammelten sich Punkt zwanzig Uhr fünfundvierzig Männer vor dem riesigen Fernseher im Tagungsraum. Scolari erklärte, auf wen die einzelnen Mannschaftsteile, also Verteidigung, Mittelfeld, Sturm und Tor, zu achten hatten und auf was sie sich konzentrieren mussten. Schneller, als gewohnt begann das Spiel. Cristiano verfolgte das Geplänkel der beiden Mannschaften mit großem Interesse. Er starrte wie gebannt auf den Bildschirm und schien sich selbst bei jeder vergebenen Chance zu ärgern. Spanien und die Niederlande spielten wunderschönen Angriffsfußball – schnelle, kurze Pässe und Flügelwechsel - der leider zu vielen, sehr gefährlichen Kontern führte. Doch beide Torhüter parierten glänzend. Cristiano hatte von Edwin auch nichts anderes erwartet, schließlich spielten sie zusammen in einem Verein. Die Zeit raste, genau wie bei ihrem eigenen Spiel, nur so davon.
Die Halbzeitpause wurde von einigen als Pinkelpause genutzt, andere verabschiedeten sich Richtung Bett. Der Trainer verlangte lediglich, dass die Spieler die erste Halbzeit sahen. Die Einzigen, die das Spiel zu Ende sahen waren Luiz Felipe Scolari und der Trainerstab selbst, so wie Cristiano, Ricardo Quaresma und Joao Moutinho. Die jungen Wilden, wie sie von den Älteren gerne genannt wurden. Sie und noch ein paar Andere, waren die Zukunft Portugals, die Nachfolger der goldenen Ära.
Das Halbfinalspiel war jedoch spannend bis zum Schlusspfiff – es wurde erst in der 91. Minute entschieden. Schließlich stand fest, dass Portugal gegen Spanien die Finalbegegnung sein würde. Spanien hatte sich dank eines wirklich genialen Tores von Fernando Torres mit 1:0 durchgesetzt. Noch exakt 48 Stunden und der Europameister 2008 würde feststehen.
Wieder war es eine kurze Nacht, wieder war der folgende Tag mehr oder weniger entspannt. Doch die Zeit verging mal wieder viel zu schnell und hinterlies nur staundende Gesichter, als es nur noch eine halbe Stunden bis zum Anpfiff des EM-Finales waren. Cristiano saß, als Kapitän, zusammen mit seiner Mannschaft und ihrem Cheftrainer in der Kabine. Sie waren allesamt schon fertig angezogen, hatten gegessen und banden sich nun zum Großteil die Schnürsenkel.
„Jungs... ihr packt das! Ich weiß es und ihr wisst es auch. Geht einfach da raus und spielt euer Spiel. Dann werdet ihr zum Schluss als Sieger vom Platz gehen. Und zwar nicht als Sieger der Herzen, das seid ihr schon. Nein, ihr werdet mit dem Pokal nach hause fahren. Ihr werdet auf den Straßen Lissabons als Helden gefeiert werden und ihr werdet euren Fans den Pokal zeigen. Ihr werdet ihn in die Luft stemmen und vor Freude weinen. Ihr werdet es packen! Habt ihr mich verstanden?“
Alle nickte. Die Worte ihres Trainers machten Mut. Jeder wusste, dass, auch wenn er selbst nicht spielte, dass sie alle erst dann gewinnen konnten, wenn sie an den Sieg glaubten. Wenn sie es mehr als alles andere wollten.
„Dann geht da raus und spielt um euer Leben!“, Scolari schickte die Mannschaft hinaus, um sich zu dehnen, warm, oder besser gesagt heiß zu machen.
Ein weiteres Mal stand Cristiano als Kapitän zusammen mit seiner Mannschaft in einer Reihe. Sie hielten sich an Händen und sangen ihre Hymne. Sie wurde erst nach der Spanischen gespielt, doch in 90 Minuten würden sie vor den Spaniern stehen, als Sieger – das hatten sie sich alle zuvor fest geschworen. Die Melodie klang aus, Applaus erklang und die Seiten wurden ausgemacht. Cristiano gewann das Kopf oder Zahl-Spiel, Portugal hatte Anstoß und schon rollte der Ball. Ein sicheres Passspiel der Portugiesen überraschte die Spanier in den Anfangsminuten, doch auch deren Passspiel war ausgeklügelt, komplex, direkt und vor allem brandgefährlich.
„Pepe auf Ronaldo. Ronaldo beschleunigt, was ein wunderschönes Solo, doch Ramos kann in höchster Not klären. Das war Glück. Einwurf für Portugal – ausgeführt – Ronaldo schlägt eine wunderbare Flanke, doch Casillas stürzt aus dem Kasten und hat den Ball – der Konter läuft bereits – Torres am Ball, doch Carvalho kann ihn gerade so stoppen -“, die Fernsehkommentatoren kamen kaum mit dem Erklären nach. Das Spiel hatte ein Höllentempo, ständig wechselte der Ballbesitz und ständig wurden gute Chancen vereitelt und heraus gespielt. Immer wieder musste der Schiedsrichter die Partie unterbrechen; kleine Fouls hatten sich in die harten Zweikämpfe geschlichen, sodass die Mediziner am Spielfeldrand einiges zu tun hatten.
So plätscherte das Match vor sich hin – in einem unglaublichen Tempo. Doch Tore waren Mangelwaren.
So war auch schon fast die zweite Halbzeit vorbei, genau wie in dem Deutschlandspiel und es stand immer noch null zu null.
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Re: Take My Hand
Força Teil II
Beide Trainer hatten bereits drei Mal gewechselt, die Spieler mussten also auch noch eine mögliche Verlängerung durchstehen, doch bei beiden Teams war die Motivation unendlich groß, sodass müde Beine einfach vergessen waren. Doch trotzdem rückte eben diese Extrazeit immer näher, immer schneller verrannen die Sekunden - Minuten, immer schlechter wurden die Zuspiele auf beiden Seiten, immer ungenauer Flanken und lange Pässe. Die Zweikämpfe wurden verbissener, bis der Schiedsrichter Abpfiff und die Verlängerung anzeigte. Cristiano lies sich zu Boden sinken, so viel wie an diesem Abend war er noch nie gerannt. Das Champions-League-Finale gegen Chelsea war größtenteils ein Geduldsspiel, doch dieses hier war voller Kraft und Leidenschaft, noch viel, viel intensiver als jedes einzelne Spiel, das er jemals bestritten hatte. Keines der Finals, die er schon erlebt hatte, konnte hiermit mithalten.
Ein Betreuer reichte ihm eine Flasche Wasser und Scolari lobte ihn und die Anderen kurz. Dann ging es auch schon weiter. Trotz der Anstrengung, die die Spieler in das Spiel steckten, war das Tempo nicht langsamer geworden. Die Torhüter feuerten ihre Vordermänner lauthals an, die Fans grölten und sangen. Doch auch die Verlängerung wollte keinen Sieger: die ersten fünfzehn Minuten brachten kein Tor und die Zweiten auch nicht. Immer mehr Spieler brachen förmlich zusammen und hatten Krämpfe, so viel waren sie gerannt. Schließlich Piff der Schiedsrichter auch die Verlängerung ab und zeigte die Entscheidung zum Titel an:
So würde also auch dieses Finale im Elfmeterschießen entschieden werden. Jeder der Spieler war fest entschlossen, als ihr Trainer die Elfmeterschützen aufrief: „Nuno Gomes, Ricardo Quaresma, Nani, Deco, Cristiano Ronaldo. Sollte es noch weiter gehen schießen noch Hèlder Postiga, Hugo Almeida, João Moutinho und Ricardo Carvalho. Dann geht’s von vorne los. Ihr schafft das!“, damit musste der Trainer zurück in die Coaching-Zone und sah ungeduldig zum Schiedsrichter. Portugal durfte anfangen.
ker Casillas, der spanische Torwart stand bereits zwischen den Pfosten. Cristiano klopfte Nuno auf die Schulter, ehe der Topstürmer sich auf dem Weg zum Elfmeterpunkt machte. Er wusste, dass Nuno treffen würde. Der Spieler von Benfica Lissabon war einfach ein toller Schütze und hatte Nerven aus Stahl. Er würde es schafffen.
Die Portugiesen standen schon wie bei den Hymnen in einer Reihe, auch die Reservespieler und hielten sich an den Händen. Nuno lief an und zimmerte den Ball ins linke untere Eck, Casillas sprang ins Rechte.
Die Fans jubelten auf und die Mannschaft atmete erst einmal tief durch, ehe sich Ricardo ins Tor stellte und Nuno sich zu seinen Teamkollegen gesellte.
Sergio Ramos lief an und verwandelte. Wieder erklang Applaus, es stand 1:1. Doch Casillas konnte Ricardo Quaresmas platzierten Schuss nicht halten und Portugal erhöhte zum 2:1.
Xabi Alonso schnappte sich sich den Ball und stellte sich dem portugiesischen Torwart gegenüber. Auch er traf und es stand 2:2. Nani verwandelte, doch auch Fabregas traf.
Deco schob den Ball ins Netz. David Villa war an der Reihe. Er lief an und schoss, Ricardo konnte den Ball nicht halten, erwischte in aber, doch das Leder zappelte im Netz.
Es stand 4:4.
Der Torhüter der 'Selleçao' hielt sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht den linken Knöchel, der Schiedsrichter, so wie das portugiesische Ärzteteam rannten herbei. Die gesamte Mannschaft wirkte geschockt. Was sollten sie ohne Torwart tun? Sie konnten nicht wechseln! Im Stadion war es für kurze Zeit totenstill – man hörte den Wind pfeifen... vielleicht sogar leise ein Kind weinen – oder die berühmte Stecknadel, die gerade fällt.
Doch erst mal war Cristiano an der Reihe. Er hatte Lehmann geschlagen, er würde Casillas schlagen. Breitbeinig stand er ein paar Meter vor dem Ball, stämmte die Hände in die Hüfte und atmete tief durch.
Er sah Iker Casillas tief in die Augen, bevor er anlief, zögerte und ehe er die letzten Schritte zum Ball machte.
Er schoss den Ball – langsam, wie in Zeitlupe senkte sich das Leder genau in die Mitte, über Casillas hinweg ins Tor und zappelte im Netz.
Unhaltbar drin.
Es stand 5:4. Der Schiedsrichter notierte das Tor auf seinem kleinen Notizblock und erkundigte sich bei dem Ärzteteam, die Ricardo noch immer behandelten. Doch diese winkten ab. Ein Feldspieler würde wohl gegen den stärksten Spanier, gegen Fernando Torres, ins Tor müssen. Zwar hatte Cristiano mit diesem Elfmeter die Torschützenkönigkrone so gut wie sicher, doch Torres war gleich an zweiter Stelle und ein sicherer Schütze.
Die Portugiesen bildeten einen Kreis und berieten sich, wer ins Tor sollte – es wäre so einfach, wenn sie doch bloß noch einen völlig gesunden Torhüter hätte; Moreira hatte sich beim Aufwärmen in der Halbzeitpause den Finger gebrochen und Quim saß mit einer Erkältung auf der Tribüne. Schnell sahen sie zu ihrem Trainer, der in der Coaching-Zone warten musste und nur ein großes, weißes Plakat mit einer roten 7 darauf - das er wohl von einem der Fans haben musste - hoch hielt.
„Cris, du sollst wohl ins Tor.“, stellte Hélder mit ernster Miene fest. Der Schreck stand dem Kapitän ins Gesicht geschrieben, als er nochmals fragend zu Scolari sah, der aber nur nickte. Ricardo wurde gerade auf einer Trage zu ihnen getragen und winkte Cristiano zu sich: „Cris, du kannst das! Ich vertraue dir, du packst das! Hast du verstanden?! Konzentriere dich einfach nur auf den Ball, nicht auf den Schützen. Hier, meine Handschuhe.“
Ricardo reichte Cris seine Torwarthandschuhe, doch dieser nahm sie nicht.
„Nein, ich pack das. Aber so... Ich bin kein Torwart und... werde nie einer sein. Ich werde den Ball auch so halten... ich verspreche es!“, Cristiano und Ricardo schüttelten sich die Hände, der Ältere Torhüter wuschelte seinem jungen Kapitän noch einmal durchs Haar und die Ärzte ließen die Trage zu Boden, damit der Torhüter den wohl entscheidenden Elfmeter mit der Mannschaft erleben konnte.
„Für Portugal nun im Tor... Cristiano Ronaldo?“, man konnte die Ungläubigkeit in der Stimme des Stadionsprechers förmlich heraushören. Sarkastischer Beifall seitens der spanischen Fans erklang, während die Portugiesischen sichtlich entsetzt, leich verzweifelt die Daumen drückten.
Cristiano lief an Fernado Torres vorbei, mit seinem stolzen Gang. Er stellte sich selbstbewusst zwischen die weißen Pfosten des Tores und sah Torres in die Augen. Die braunen Augen des jungen Spaniers glitzerten nervös, er wirkte mehr als unruhig und atmete ungleichmäßig. Er selbst hingegen ging leicht in die Knie, reckte sich dann wieder und breitete die Arme aus. Seine Muskeln, Sehnen und Bänder schienen gleich zu zerreißen, so angespannt war er. Sein Blut pulsierte schnell, fest und laut in seinen Adern, sein Herz fühlte sich an, als würde es jeden Moment zerbersten und das Pochen übertönte alles andere.
Cristiano nickte auf den fragenden Blick des Schiedsrichters schnell, der den Ball freigab.
Torres machte einige Schritte nach hinten um Anlauf zu nehmen. Schnell lief er auf den Elfmeterpunkt zu ehe er stehen blieb und den Ball in die rechte Ecke lenkte. Cristiano sah, wie der Ball auf ihn zukam. Wie von selbst tauchte sein Körper förmlich nach unten – er überlegte nicht und boxte den Ball mit den bloßen Händen wieder nach vorne, ehe das Leder die Torlinie überquert hatte.
Er fiel auf den Rasen, sprang aber schneller, als möglich wieder auf und riss die Arme in die Höhe. Seine Mannschaftskameraden liefen bereits auf ihn zu und umarmten ihren Kapitän, rissen ihn erneut zu Boden und zerquetschten ihn fast. Unbändiger Jubel war von den portugiesischen Tribünen aus zu hören, goldener Konfetti wurde in die Luft geblasen und irgendein Song eingespielt.
Cristiano konnte es nicht fassen! Er hatte diesen verdammten Elfmeter gehalten! Gehalten! Er hatte gewonnen! Das Spiel entschieden! ER!
Sein Trainern kam auf ihn zugerannt – mit Tränen in den Augen – und drückte seinen Schützling fest an sich. Cristiano erwiderte die Umarmung überglücklich und lachte ausgelassen. Sein Blick richtete sich in den dunklen Nachthimmel, wo sogar die ersten Feuerwerkskörper explodierten und bunte, glitzernde Funken in die Nacht fliegen liesen und formte mit den Lippen die Worte 'Das ist für dich... Papa'. Seine Augen funkelnden stolz, als er das goldene Konfetti bemerkte, dass auf den Rasen geblasen wurde und sich in seinen Haaren verfing.
Schnell bauten einige Helfer eine weiße Bühne inmitten des Stadions auf. Doch niemand bekam das mit. Alle portugiesischen Titelträger, egal ob Trainer, Spieler oder Psychologe, alle versuchten Cristiano noch immer zu umarmen, ihn zu drücken oder durch's Haar zu wuscheln. Cristianos Herz jedoch schien mit seinem lauten Pochen alles andere noch immer zu übertönen, es schien seinen Brustkorb fast zum Zerspringen zu bringen – vor Aufregung und Freude.
Die Spanier hingegen saßen unglücklich auf dem Rasen. Nur Torres stand noch da. Er stand vor dem Tor, welches er nicht getroffen hatte. Geistesabwesend stand er da, im Konfettiregen. Er hatte versagt, er hatte verloren, Spanien hatte verloren und er war Schuld daran. Er bemerkte nicht, wie verschiedene Spieler ihm aufmunternd auf die Schulter klopften. Er bemerkte nichts davon. Glitzernde Tränen kullerten aus seinen glanzlosen Augen und hinterließen heiße, brennende Spuren auf den erhitzen Wangen des Stürmers.
Die letzte goldene Medaille, die für die frisch gebackenen Europameister reserviert waren, wurde Cristiano umgehängt. Die Anderen, das gesamte Team und all seine Betreuer, standen bereits auf der kleinen Bühne und warteten auf ihren Kapitän. Langsam, viel zu langsam lief Cristiano zu seinem Team, um die Trophäe in die Luft zu hiefen. Nani, ungeduldig wie eh und je, zog Cristiano schließlich in die Mitte und der Präsident der UEFA überreichte Cris den silbernen Pokal. Der Portugiese sah sich grinsend um und riss den Pokal freundenstrahlend in die Luft. Abermals regnete es glitzerndes Konfetti und bedeckte den grünen Rasen. Zum zweiten Mal an diesem lauwarmen Sommerabend erklang die portugiesische Hymne und zum zweitem Mal an diesem Abend sang jeder Portugiese in dem Stadion mit. Cristiano reichte mit einem freudigen Grinsen, dass er einfach nicht aus dem Gesicht bekam, den Pokal herum und lief zu seinem Trainer, dem er abermals um den Hals fiel.
„Wir haben es geschafft, wir haben es geschafft!“, gluckste er überglücklich.
„Ja, wir haben es geschafft!“, stimmte der Trainer mit ein und schob Cristiano wieder zu seinen tanzenden Teamkollegen. Zusammen und mit dem Pokal in Cristianos verschwitzten Händen liefen sie einmal an den Rängen vorbei und ließen sich von ihren Fans feiern. Endlich waren sie am Ziel. Was 2004 nicht geklappt hatte, war endlich war geworden. Ein großer Titel war da, ein berauschendes Glücksgefühl durchflutete die Spieler und ihre Fans.
Beide Trainer hatten bereits drei Mal gewechselt, die Spieler mussten also auch noch eine mögliche Verlängerung durchstehen, doch bei beiden Teams war die Motivation unendlich groß, sodass müde Beine einfach vergessen waren. Doch trotzdem rückte eben diese Extrazeit immer näher, immer schneller verrannen die Sekunden - Minuten, immer schlechter wurden die Zuspiele auf beiden Seiten, immer ungenauer Flanken und lange Pässe. Die Zweikämpfe wurden verbissener, bis der Schiedsrichter Abpfiff und die Verlängerung anzeigte. Cristiano lies sich zu Boden sinken, so viel wie an diesem Abend war er noch nie gerannt. Das Champions-League-Finale gegen Chelsea war größtenteils ein Geduldsspiel, doch dieses hier war voller Kraft und Leidenschaft, noch viel, viel intensiver als jedes einzelne Spiel, das er jemals bestritten hatte. Keines der Finals, die er schon erlebt hatte, konnte hiermit mithalten.
Ein Betreuer reichte ihm eine Flasche Wasser und Scolari lobte ihn und die Anderen kurz. Dann ging es auch schon weiter. Trotz der Anstrengung, die die Spieler in das Spiel steckten, war das Tempo nicht langsamer geworden. Die Torhüter feuerten ihre Vordermänner lauthals an, die Fans grölten und sangen. Doch auch die Verlängerung wollte keinen Sieger: die ersten fünfzehn Minuten brachten kein Tor und die Zweiten auch nicht. Immer mehr Spieler brachen förmlich zusammen und hatten Krämpfe, so viel waren sie gerannt. Schließlich Piff der Schiedsrichter auch die Verlängerung ab und zeigte die Entscheidung zum Titel an:
So würde also auch dieses Finale im Elfmeterschießen entschieden werden. Jeder der Spieler war fest entschlossen, als ihr Trainer die Elfmeterschützen aufrief: „Nuno Gomes, Ricardo Quaresma, Nani, Deco, Cristiano Ronaldo. Sollte es noch weiter gehen schießen noch Hèlder Postiga, Hugo Almeida, João Moutinho und Ricardo Carvalho. Dann geht’s von vorne los. Ihr schafft das!“, damit musste der Trainer zurück in die Coaching-Zone und sah ungeduldig zum Schiedsrichter. Portugal durfte anfangen.
ker Casillas, der spanische Torwart stand bereits zwischen den Pfosten. Cristiano klopfte Nuno auf die Schulter, ehe der Topstürmer sich auf dem Weg zum Elfmeterpunkt machte. Er wusste, dass Nuno treffen würde. Der Spieler von Benfica Lissabon war einfach ein toller Schütze und hatte Nerven aus Stahl. Er würde es schafffen.
Die Portugiesen standen schon wie bei den Hymnen in einer Reihe, auch die Reservespieler und hielten sich an den Händen. Nuno lief an und zimmerte den Ball ins linke untere Eck, Casillas sprang ins Rechte.
Die Fans jubelten auf und die Mannschaft atmete erst einmal tief durch, ehe sich Ricardo ins Tor stellte und Nuno sich zu seinen Teamkollegen gesellte.
Sergio Ramos lief an und verwandelte. Wieder erklang Applaus, es stand 1:1. Doch Casillas konnte Ricardo Quaresmas platzierten Schuss nicht halten und Portugal erhöhte zum 2:1.
Xabi Alonso schnappte sich sich den Ball und stellte sich dem portugiesischen Torwart gegenüber. Auch er traf und es stand 2:2. Nani verwandelte, doch auch Fabregas traf.
Deco schob den Ball ins Netz. David Villa war an der Reihe. Er lief an und schoss, Ricardo konnte den Ball nicht halten, erwischte in aber, doch das Leder zappelte im Netz.
Es stand 4:4.
Der Torhüter der 'Selleçao' hielt sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht den linken Knöchel, der Schiedsrichter, so wie das portugiesische Ärzteteam rannten herbei. Die gesamte Mannschaft wirkte geschockt. Was sollten sie ohne Torwart tun? Sie konnten nicht wechseln! Im Stadion war es für kurze Zeit totenstill – man hörte den Wind pfeifen... vielleicht sogar leise ein Kind weinen – oder die berühmte Stecknadel, die gerade fällt.
Doch erst mal war Cristiano an der Reihe. Er hatte Lehmann geschlagen, er würde Casillas schlagen. Breitbeinig stand er ein paar Meter vor dem Ball, stämmte die Hände in die Hüfte und atmete tief durch.
Er sah Iker Casillas tief in die Augen, bevor er anlief, zögerte und ehe er die letzten Schritte zum Ball machte.
Er schoss den Ball – langsam, wie in Zeitlupe senkte sich das Leder genau in die Mitte, über Casillas hinweg ins Tor und zappelte im Netz.
Unhaltbar drin.
Es stand 5:4. Der Schiedsrichter notierte das Tor auf seinem kleinen Notizblock und erkundigte sich bei dem Ärzteteam, die Ricardo noch immer behandelten. Doch diese winkten ab. Ein Feldspieler würde wohl gegen den stärksten Spanier, gegen Fernando Torres, ins Tor müssen. Zwar hatte Cristiano mit diesem Elfmeter die Torschützenkönigkrone so gut wie sicher, doch Torres war gleich an zweiter Stelle und ein sicherer Schütze.
Die Portugiesen bildeten einen Kreis und berieten sich, wer ins Tor sollte – es wäre so einfach, wenn sie doch bloß noch einen völlig gesunden Torhüter hätte; Moreira hatte sich beim Aufwärmen in der Halbzeitpause den Finger gebrochen und Quim saß mit einer Erkältung auf der Tribüne. Schnell sahen sie zu ihrem Trainer, der in der Coaching-Zone warten musste und nur ein großes, weißes Plakat mit einer roten 7 darauf - das er wohl von einem der Fans haben musste - hoch hielt.
„Cris, du sollst wohl ins Tor.“, stellte Hélder mit ernster Miene fest. Der Schreck stand dem Kapitän ins Gesicht geschrieben, als er nochmals fragend zu Scolari sah, der aber nur nickte. Ricardo wurde gerade auf einer Trage zu ihnen getragen und winkte Cristiano zu sich: „Cris, du kannst das! Ich vertraue dir, du packst das! Hast du verstanden?! Konzentriere dich einfach nur auf den Ball, nicht auf den Schützen. Hier, meine Handschuhe.“
Ricardo reichte Cris seine Torwarthandschuhe, doch dieser nahm sie nicht.
„Nein, ich pack das. Aber so... Ich bin kein Torwart und... werde nie einer sein. Ich werde den Ball auch so halten... ich verspreche es!“, Cristiano und Ricardo schüttelten sich die Hände, der Ältere Torhüter wuschelte seinem jungen Kapitän noch einmal durchs Haar und die Ärzte ließen die Trage zu Boden, damit der Torhüter den wohl entscheidenden Elfmeter mit der Mannschaft erleben konnte.
„Für Portugal nun im Tor... Cristiano Ronaldo?“, man konnte die Ungläubigkeit in der Stimme des Stadionsprechers förmlich heraushören. Sarkastischer Beifall seitens der spanischen Fans erklang, während die Portugiesischen sichtlich entsetzt, leich verzweifelt die Daumen drückten.
Cristiano lief an Fernado Torres vorbei, mit seinem stolzen Gang. Er stellte sich selbstbewusst zwischen die weißen Pfosten des Tores und sah Torres in die Augen. Die braunen Augen des jungen Spaniers glitzerten nervös, er wirkte mehr als unruhig und atmete ungleichmäßig. Er selbst hingegen ging leicht in die Knie, reckte sich dann wieder und breitete die Arme aus. Seine Muskeln, Sehnen und Bänder schienen gleich zu zerreißen, so angespannt war er. Sein Blut pulsierte schnell, fest und laut in seinen Adern, sein Herz fühlte sich an, als würde es jeden Moment zerbersten und das Pochen übertönte alles andere.
Cristiano nickte auf den fragenden Blick des Schiedsrichters schnell, der den Ball freigab.
Torres machte einige Schritte nach hinten um Anlauf zu nehmen. Schnell lief er auf den Elfmeterpunkt zu ehe er stehen blieb und den Ball in die rechte Ecke lenkte. Cristiano sah, wie der Ball auf ihn zukam. Wie von selbst tauchte sein Körper förmlich nach unten – er überlegte nicht und boxte den Ball mit den bloßen Händen wieder nach vorne, ehe das Leder die Torlinie überquert hatte.
Er fiel auf den Rasen, sprang aber schneller, als möglich wieder auf und riss die Arme in die Höhe. Seine Mannschaftskameraden liefen bereits auf ihn zu und umarmten ihren Kapitän, rissen ihn erneut zu Boden und zerquetschten ihn fast. Unbändiger Jubel war von den portugiesischen Tribünen aus zu hören, goldener Konfetti wurde in die Luft geblasen und irgendein Song eingespielt.
Cristiano konnte es nicht fassen! Er hatte diesen verdammten Elfmeter gehalten! Gehalten! Er hatte gewonnen! Das Spiel entschieden! ER!
Sein Trainern kam auf ihn zugerannt – mit Tränen in den Augen – und drückte seinen Schützling fest an sich. Cristiano erwiderte die Umarmung überglücklich und lachte ausgelassen. Sein Blick richtete sich in den dunklen Nachthimmel, wo sogar die ersten Feuerwerkskörper explodierten und bunte, glitzernde Funken in die Nacht fliegen liesen und formte mit den Lippen die Worte 'Das ist für dich... Papa'. Seine Augen funkelnden stolz, als er das goldene Konfetti bemerkte, dass auf den Rasen geblasen wurde und sich in seinen Haaren verfing.
Schnell bauten einige Helfer eine weiße Bühne inmitten des Stadions auf. Doch niemand bekam das mit. Alle portugiesischen Titelträger, egal ob Trainer, Spieler oder Psychologe, alle versuchten Cristiano noch immer zu umarmen, ihn zu drücken oder durch's Haar zu wuscheln. Cristianos Herz jedoch schien mit seinem lauten Pochen alles andere noch immer zu übertönen, es schien seinen Brustkorb fast zum Zerspringen zu bringen – vor Aufregung und Freude.
Die Spanier hingegen saßen unglücklich auf dem Rasen. Nur Torres stand noch da. Er stand vor dem Tor, welches er nicht getroffen hatte. Geistesabwesend stand er da, im Konfettiregen. Er hatte versagt, er hatte verloren, Spanien hatte verloren und er war Schuld daran. Er bemerkte nicht, wie verschiedene Spieler ihm aufmunternd auf die Schulter klopften. Er bemerkte nichts davon. Glitzernde Tränen kullerten aus seinen glanzlosen Augen und hinterließen heiße, brennende Spuren auf den erhitzen Wangen des Stürmers.
Die letzte goldene Medaille, die für die frisch gebackenen Europameister reserviert waren, wurde Cristiano umgehängt. Die Anderen, das gesamte Team und all seine Betreuer, standen bereits auf der kleinen Bühne und warteten auf ihren Kapitän. Langsam, viel zu langsam lief Cristiano zu seinem Team, um die Trophäe in die Luft zu hiefen. Nani, ungeduldig wie eh und je, zog Cristiano schließlich in die Mitte und der Präsident der UEFA überreichte Cris den silbernen Pokal. Der Portugiese sah sich grinsend um und riss den Pokal freundenstrahlend in die Luft. Abermals regnete es glitzerndes Konfetti und bedeckte den grünen Rasen. Zum zweiten Mal an diesem lauwarmen Sommerabend erklang die portugiesische Hymne und zum zweitem Mal an diesem Abend sang jeder Portugiese in dem Stadion mit. Cristiano reichte mit einem freudigen Grinsen, dass er einfach nicht aus dem Gesicht bekam, den Pokal herum und lief zu seinem Trainer, dem er abermals um den Hals fiel.
„Wir haben es geschafft, wir haben es geschafft!“, gluckste er überglücklich.
„Ja, wir haben es geschafft!“, stimmte der Trainer mit ein und schob Cristiano wieder zu seinen tanzenden Teamkollegen. Zusammen und mit dem Pokal in Cristianos verschwitzten Händen liefen sie einmal an den Rängen vorbei und ließen sich von ihren Fans feiern. Endlich waren sie am Ziel. Was 2004 nicht geklappt hatte, war endlich war geworden. Ein großer Titel war da, ein berauschendes Glücksgefühl durchflutete die Spieler und ihre Fans.
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Re: Take My Hand
*Fernando trösten* Tollles Chap! <3
Ich hätte es aber trotzdem besser gefunden wenn Spanien gewonne hätte
Mach schnell weiter
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Re: Take My Hand
²Honeymelon: Spanien? Nööö, Cris kriegt ja noch ein EM-Final-Trauma! Das geht doch ned XD
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Cristiano lief noch einmal über den, mit Konfetti bedeckten, Platz. Er konnte es noch gar nicht glauben. Er war Europameister. Er und sein Land. Er hatte sein Land dazu gemacht.
Er blickte sich um, damit er jedes Detail dieses Stadions, dieses Abends erfassen konnte. Sein Blick streifte die leeren Ränge, auf denen die Spanier ihren Platz hatten. Überall lagen Fahnen in rot-gold-rot. Da fiel ihm etwas ein... Es gab ein ganzes Land, das es nicht geschafft hatte. Es gab Fernando Torres, der den entscheidenden Elfmeter nicht verwandelt hatte und plötzlich löste sich das Hochgefühl, das Cristiano eben noch erfüllt hatte, in Luft auf. Er wusste, wie man sich nach einem verlorenen Finale fühlte, er wusste es ganz genau. Es tat unheimlich weh. Man wollte einfach nur weg.
Suchend sah er sich um. Und tatsächlich. In dem Tor, dass Torres nicht getroffen hatte, saß genau dieser. In den schwarzen Himmel, der mit hell leuchtenden Sternen bedeckt war, starrend.
Alleine.
Er lehnte an dem Pfosten. Sein blondes Haar glänzte wie Honig und auf seinen geröteten Wangen waren Tränen zu sehen. Die Knie angewinkelt und die Arme darum geschlungen saß er da.
Cristiano beschloss zu ihm zu gehen. Er wollte ihn trösten. Und aus irgendeinem Grund hatte er das seltsame Bedürfnis den Spanier in den Arm zu nehmen. Einfach so.
„Olá.“, Cristiano stand vor dem Stürmerstar und wartete auf eine Antwort. Auch wenn er sich durchaus hätte auf Englisch verständigen können, wählte er seine Muttersprache. Portugiesisch und Spanisch ähnelten sich sehr, sodass der Fussballer vor ihm wohl keine Probleme haben würde ihn zu verstehen.
„Hola.“, sagte Fernando trocken.
„Darf ich mich setzen?“
Der Spanier nickte: „Glückwunsch, übrigens.“
„Danke.“, Cristiano schmunzelte, wurde dann aber ganz ernst. „Darf ich du sagen?“, Fernando nickte wieder und Cristiano sprach in einem sanften Ton weiter: „Auch wenn der Glückwunsch alles andere als gewollt war. Ich weiß, wie das ist, so ein Finale zu verlieren und... „
„Was und? Geht die Welt jetzt unter? Nein, Spanien ist doch immer nur die Nummer zwei! Immer... außerdem hat Portugal es verdient. Und... es war...“
„Ja?“, fragte der Portugiese, der die gleiche Position wie Fernando eingenommen hatte, gespannt. Er hörte, wie der Spanier ihm gegenüber tief ein- und ausatmete. Cristiano bekam eine Gänsehaut.
„Ich wäre nicht so mutig gewesen und hätte mich ins Tor gestellt. Du hast es verdient... und... überhaupt... du hast ein großartiges Turnier gespielt.“, gestand Fernando, wobei sich seine Wangen in einem tiefen rot färbten.
„Danke.“, Cristiano sah in die warmen, haselnussbraunen Augen des Anderen und schien sich darin zu verlieren. Er konnte den Blick nicht von diesen unglaublich traurigen Augen abwenden, doch auch Fernando konnte nicht wegsehen. Die schokoladenfarbenen Augen Cristianos zogen den Blonden in ihren Bann.
Langsam, ganz langsam und ohne ihre Blicke voneinander abzuwenden, nährten sie sich immer mehr. Ihr Knie berührten sich leicht, doch keiner der Beiden zuckte zurück. Fernando streckte seine Hand aus und legte sie in Cristianos Nacken. Der Portugiese, dessen Herz immer schneller und fester zu schlagen begann, sodass es Fernando hören konnte, rückte näher zu dem Blonden. Ihre Lippen trennten nur noch ein paar wenige Millimeter. Cristiano konnte hingegen Fernandos Atem spüren, ehe sich die weichen Lippen des Spaniers auf seine Eigenen legten. Sein Magen überschlug sich, sein Herz pochte unheimlich laut und auch Fernando erging es nicht besser.
Sein ganzer Körper kribbelte und wollte mehr, sein Herz schrie förmlich nach mehr. Auffordernd öffnete er seine Lippen und Cristianos Zunge fand schnell die seine. Die Augenlider des Portugiesen schienen zu flackern, er wollte sie schließen, doch er wollte Fernando einfach nur ansehen. Ein wilder, leidenschaftlicher Kampf entwickelte sich, sodass sich die beiden Männer ungehalten aneinander zogen, wobei Beide sich erst mit dem Rücken auf dem Boden wiederfanden, ehe sie sich keuchend und schwer atmend voneinander lösten. Ohne dabei ihre zitternden Hände loszulassen.
Fernando legte den Kopf in den Nacken, Cristiano starrte geradeaus. Keiner der Beiden hatte jemals zuvor einen Jungen geküsst. Keiner von ihnen hatte jemals daran gedacht, es jemals zu tun.
„Wow.“, war alles, was Cristiano sagen konnte.
„Ja... wow. Ich hab so was noch nie gemacht!“, Fernando schüttelte heftig den Kopf, um wieder klare Gedanken fassen zu können, doch es wollte ihm nicht gelingen.
„Ich auch nicht... Aber...“
„... Es fühlt sich irgendwie gut an...“, beendete Fernando Cristianos Satz.
„... Ja... Seltsam... aber... es... jetzt... scheiße, das war der beste Kuss meines gesamten Lebens!“, keuchte Cristiano. Fernando legte den Kopf auf die Seite und sah ihn an und seine Wangen färbten sich erneut kaminrot. Die Tränen, die er noch vor wenigen Minuten vergossen hatte, waren vergessen, seine traurigen Augen glühten feurig: „... Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber... können wir das nochmal machen? Ich will nur wissen ob-“, doch der Spanier konnte nicht weiter sprechen.
Cristiano hatte bereits seine Lippen auf die des Blonden gelegt und fuhr ihm mit der freien, rechten Hand durch die Haare.
Fernando entzog seine Rechte Cristianos Umklammerung und stützte sich mit beiden Händen vom Boden ab um sich ein wenig dem Portugiesen entgegen zu drücken. Dieses mal war er es, dessen Zunge begierig Einlass forderte. Er seufzte in den Kuss hinein, als Cristiano seine warmen Lippen vorsichtig öffnete. Anders, als noch vor wenigen Momenten hatten beide ihre Augen geschlossen, sodass die Flutlichter über sie hinweg das leere Stadion erhellten und ihre Wimpern lange, dunkle Schatten auf ihre Wangen warfen.
Es schien, als ob die Zeit stehen geblieben wäre, als ob niemand auf dieser Welt die Beiden trennen könnte – doch Cristiano löste sich als Erster, wich aber nur eine Handbreite von Fernando weg.
Die Beiden sahen sich an. Verwundert, geschockt und trotzdem fasziniert.
Fernando und Cristiano drehten sich gleichzeitig voneinander weg. Sowohl der Portugiese, als auch der Spanier wurden wieder rot und vermieden es nun sich anzusehen. Der dunkelhaarige Europameister war der, der als Erster wieder die Sprache fand, doch seine Stimme klang kratzig und seine Kehle war staubtrocken: „Ich glaube, es ist besser, wenn wir jetzt gehen, oder?“
Der Spanier nickte aufgeregt und zusammen standen sie auf und liefen über den Rasen. Sie erzählten ein wenig, nichts wichtiges, das Wetter reichte als Thema bis zu den Umkleidekabinen, wo sie sich mit intensiven Blicken, aber ohne ein Wort, oder ohne eine Berührung verabschiedeten.
„Da ist ja unser Elfmeterkiller!“, jubelte Nani, als Cristiano die Umkleidekabine betrat. Es stand zwar nirgendwo Alkohol oder sonstige Drogen, doch ausnahmslos jeder war einfach überglücklich und aufgeregt. Cristiano selbst spürte, wie das Adrenalin durch seine Adern und Venen strömte. Doch nicht, weil er gerade Europameister geworden war, sondern, weil er eben mit Fernando Torres rumgemacht hatte. Eigentlich stand er nicht auf Männer, sondern Frauen. Eigentlich küsste er seine Gegner nicht, als wenn es um sein Leben gehen würde. Eigentlich wollte er seine Gegner nicht nochmal treffen. Eigentlich.
„Wo warst du so lange?“, Nani setzte sich zu ihm auf die Bank und sah Cristiano fragend an.
„Ich war noch im Stadion. Auf dem Rasen. Ich kann das alles noch gar nicht glauben.“, erklärte Cris, starrte zu Boden und fummelte sich nervös an seinem Hosenbund herum.
„Ja! Ich kann es auch noch gar nicht glauben!“, lachte João und grinste. Nuno und Hélder tanzten ausgelassen, Petit und Ricardo Carvalho sahen ihren Teamkollegen nur amüsiert zu und der Trainer schien auf Wolke sieben.
„Kinder, Kinder. Heute Abend gibt’s aber keinen Alkohol mehr, ist das klar? Ihr geht alle brav in euer Bett und macht keinen Lärm. Morgen geht’s schon wieder nach Lissabon, da sollt ihr frisch aussehen, eure Fans warten jetzt schon auf euch.“, erklärte Scolari mit einem Grinsen. Ein leises Murren ging durch die Reihen, doch niemand protestierte, denn jeder wusste, dass der Brasilianer recht hatte: Die Fans in Portugal warteten auf sie und man durfte sie auf keinen Fall enttäuschen, nur weil man die Nacht zuvor total betrunken war. Schlafen würden die Spieler zwar nicht wirklich können, aber sie sollten ja nur nicht so viel Feiern – oder zumindest jetzt noch nicht. Erst auf den Straßen ihrer Hauptstadt!
„Ach ja und... Jungs?“, Scolari sah jeden eindringlich an, „Seid lieb zu den Spaniern, die sind im gleichen Hotel wie wir, falls einige das noch nicht gemerkt haben.“
Die Meisten zuckten nur mit den Schultern, doch Cristiano Ronaldo, Elfmeterheld und Goalgetter des Spiels, sah seinen Trainer nur geschockt an.
„Stimmt irgendetwas nicht, Cristiano?“, fragte dieser besorgt. Alle Spieler sahen ihren Kapitän mit gespannten Mienen an.
„Nein, nein. Ich hab nur gerade mit Fernando Torres geknutscht, aber sonst ist alles in Ordnung.“, er lächelte schief und setzte sich auf eine der Bänke, um die Stutzen herunterzuziehen und seine Schienbeinschoner abzulegen.
„Guter Scherz, du Witzbold!“, die gesamte Mannschaft brach augenblicklich in Gelächter aus und auch der Trainer schmunzelte. Cristiano seufzte und begann die Schnürsenkel seiner Schuhe zu öffnen. Er war eben doch ein Frauenheld, zumindest in den Augen seiner Mitspieler und der Presse, egal ob in England, oder sonst wo.
„Geht duschen, zieht euch was an und geht in den Mannschaftsbus. Der Fahrer fährt erst, wenn alle da sind. Wir sehen uns morgen am Flughafen, schlaft gut Jungs.“, wollte sich Luiz Felipe Scolari verabschieden, doch seine Schützlinge sahen in fragend an. „Ich geh' feiern, ich bin erwachsen.“ Der Brasilianer lachte noch einmal herzhaft und war schon verschwunden, ehe irgendwer etwas sagen konnte.
„Ich glaub das nicht! Als wären wir alle noch kleine Kinder!“, entrüstete sich Deco.
„Die einen mehr, die andern weniger...“, säuselte Cristiano mit den Schultern zuckend und brachte damit das Team zum zweiten Mal in wenigen Minuten zum Lachen.
„Da hat er recht...“, meinte auch Simao Sabrosa.
„Los, duschen und anziehen jetzt!“, befahl der Kapitän dann gespielt ernst und es wurde ihm mit einem Grinsen auf dem Gesicht folge geleistet.
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Kisses Don't Lie
Cristiano lief noch einmal über den, mit Konfetti bedeckten, Platz. Er konnte es noch gar nicht glauben. Er war Europameister. Er und sein Land. Er hatte sein Land dazu gemacht.
Er blickte sich um, damit er jedes Detail dieses Stadions, dieses Abends erfassen konnte. Sein Blick streifte die leeren Ränge, auf denen die Spanier ihren Platz hatten. Überall lagen Fahnen in rot-gold-rot. Da fiel ihm etwas ein... Es gab ein ganzes Land, das es nicht geschafft hatte. Es gab Fernando Torres, der den entscheidenden Elfmeter nicht verwandelt hatte und plötzlich löste sich das Hochgefühl, das Cristiano eben noch erfüllt hatte, in Luft auf. Er wusste, wie man sich nach einem verlorenen Finale fühlte, er wusste es ganz genau. Es tat unheimlich weh. Man wollte einfach nur weg.
Suchend sah er sich um. Und tatsächlich. In dem Tor, dass Torres nicht getroffen hatte, saß genau dieser. In den schwarzen Himmel, der mit hell leuchtenden Sternen bedeckt war, starrend.
Alleine.
Er lehnte an dem Pfosten. Sein blondes Haar glänzte wie Honig und auf seinen geröteten Wangen waren Tränen zu sehen. Die Knie angewinkelt und die Arme darum geschlungen saß er da.
Cristiano beschloss zu ihm zu gehen. Er wollte ihn trösten. Und aus irgendeinem Grund hatte er das seltsame Bedürfnis den Spanier in den Arm zu nehmen. Einfach so.
„Olá.“, Cristiano stand vor dem Stürmerstar und wartete auf eine Antwort. Auch wenn er sich durchaus hätte auf Englisch verständigen können, wählte er seine Muttersprache. Portugiesisch und Spanisch ähnelten sich sehr, sodass der Fussballer vor ihm wohl keine Probleme haben würde ihn zu verstehen.
„Hola.“, sagte Fernando trocken.
„Darf ich mich setzen?“
Der Spanier nickte: „Glückwunsch, übrigens.“
„Danke.“, Cristiano schmunzelte, wurde dann aber ganz ernst. „Darf ich du sagen?“, Fernando nickte wieder und Cristiano sprach in einem sanften Ton weiter: „Auch wenn der Glückwunsch alles andere als gewollt war. Ich weiß, wie das ist, so ein Finale zu verlieren und... „
„Was und? Geht die Welt jetzt unter? Nein, Spanien ist doch immer nur die Nummer zwei! Immer... außerdem hat Portugal es verdient. Und... es war...“
„Ja?“, fragte der Portugiese, der die gleiche Position wie Fernando eingenommen hatte, gespannt. Er hörte, wie der Spanier ihm gegenüber tief ein- und ausatmete. Cristiano bekam eine Gänsehaut.
„Ich wäre nicht so mutig gewesen und hätte mich ins Tor gestellt. Du hast es verdient... und... überhaupt... du hast ein großartiges Turnier gespielt.“, gestand Fernando, wobei sich seine Wangen in einem tiefen rot färbten.
„Danke.“, Cristiano sah in die warmen, haselnussbraunen Augen des Anderen und schien sich darin zu verlieren. Er konnte den Blick nicht von diesen unglaublich traurigen Augen abwenden, doch auch Fernando konnte nicht wegsehen. Die schokoladenfarbenen Augen Cristianos zogen den Blonden in ihren Bann.
Langsam, ganz langsam und ohne ihre Blicke voneinander abzuwenden, nährten sie sich immer mehr. Ihr Knie berührten sich leicht, doch keiner der Beiden zuckte zurück. Fernando streckte seine Hand aus und legte sie in Cristianos Nacken. Der Portugiese, dessen Herz immer schneller und fester zu schlagen begann, sodass es Fernando hören konnte, rückte näher zu dem Blonden. Ihre Lippen trennten nur noch ein paar wenige Millimeter. Cristiano konnte hingegen Fernandos Atem spüren, ehe sich die weichen Lippen des Spaniers auf seine Eigenen legten. Sein Magen überschlug sich, sein Herz pochte unheimlich laut und auch Fernando erging es nicht besser.
Sein ganzer Körper kribbelte und wollte mehr, sein Herz schrie förmlich nach mehr. Auffordernd öffnete er seine Lippen und Cristianos Zunge fand schnell die seine. Die Augenlider des Portugiesen schienen zu flackern, er wollte sie schließen, doch er wollte Fernando einfach nur ansehen. Ein wilder, leidenschaftlicher Kampf entwickelte sich, sodass sich die beiden Männer ungehalten aneinander zogen, wobei Beide sich erst mit dem Rücken auf dem Boden wiederfanden, ehe sie sich keuchend und schwer atmend voneinander lösten. Ohne dabei ihre zitternden Hände loszulassen.
Fernando legte den Kopf in den Nacken, Cristiano starrte geradeaus. Keiner der Beiden hatte jemals zuvor einen Jungen geküsst. Keiner von ihnen hatte jemals daran gedacht, es jemals zu tun.
„Wow.“, war alles, was Cristiano sagen konnte.
„Ja... wow. Ich hab so was noch nie gemacht!“, Fernando schüttelte heftig den Kopf, um wieder klare Gedanken fassen zu können, doch es wollte ihm nicht gelingen.
„Ich auch nicht... Aber...“
„... Es fühlt sich irgendwie gut an...“, beendete Fernando Cristianos Satz.
„... Ja... Seltsam... aber... es... jetzt... scheiße, das war der beste Kuss meines gesamten Lebens!“, keuchte Cristiano. Fernando legte den Kopf auf die Seite und sah ihn an und seine Wangen färbten sich erneut kaminrot. Die Tränen, die er noch vor wenigen Minuten vergossen hatte, waren vergessen, seine traurigen Augen glühten feurig: „... Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber... können wir das nochmal machen? Ich will nur wissen ob-“, doch der Spanier konnte nicht weiter sprechen.
Cristiano hatte bereits seine Lippen auf die des Blonden gelegt und fuhr ihm mit der freien, rechten Hand durch die Haare.
Fernando entzog seine Rechte Cristianos Umklammerung und stützte sich mit beiden Händen vom Boden ab um sich ein wenig dem Portugiesen entgegen zu drücken. Dieses mal war er es, dessen Zunge begierig Einlass forderte. Er seufzte in den Kuss hinein, als Cristiano seine warmen Lippen vorsichtig öffnete. Anders, als noch vor wenigen Momenten hatten beide ihre Augen geschlossen, sodass die Flutlichter über sie hinweg das leere Stadion erhellten und ihre Wimpern lange, dunkle Schatten auf ihre Wangen warfen.
Es schien, als ob die Zeit stehen geblieben wäre, als ob niemand auf dieser Welt die Beiden trennen könnte – doch Cristiano löste sich als Erster, wich aber nur eine Handbreite von Fernando weg.
Die Beiden sahen sich an. Verwundert, geschockt und trotzdem fasziniert.
Fernando und Cristiano drehten sich gleichzeitig voneinander weg. Sowohl der Portugiese, als auch der Spanier wurden wieder rot und vermieden es nun sich anzusehen. Der dunkelhaarige Europameister war der, der als Erster wieder die Sprache fand, doch seine Stimme klang kratzig und seine Kehle war staubtrocken: „Ich glaube, es ist besser, wenn wir jetzt gehen, oder?“
Der Spanier nickte aufgeregt und zusammen standen sie auf und liefen über den Rasen. Sie erzählten ein wenig, nichts wichtiges, das Wetter reichte als Thema bis zu den Umkleidekabinen, wo sie sich mit intensiven Blicken, aber ohne ein Wort, oder ohne eine Berührung verabschiedeten.
„Da ist ja unser Elfmeterkiller!“, jubelte Nani, als Cristiano die Umkleidekabine betrat. Es stand zwar nirgendwo Alkohol oder sonstige Drogen, doch ausnahmslos jeder war einfach überglücklich und aufgeregt. Cristiano selbst spürte, wie das Adrenalin durch seine Adern und Venen strömte. Doch nicht, weil er gerade Europameister geworden war, sondern, weil er eben mit Fernando Torres rumgemacht hatte. Eigentlich stand er nicht auf Männer, sondern Frauen. Eigentlich küsste er seine Gegner nicht, als wenn es um sein Leben gehen würde. Eigentlich wollte er seine Gegner nicht nochmal treffen. Eigentlich.
„Wo warst du so lange?“, Nani setzte sich zu ihm auf die Bank und sah Cristiano fragend an.
„Ich war noch im Stadion. Auf dem Rasen. Ich kann das alles noch gar nicht glauben.“, erklärte Cris, starrte zu Boden und fummelte sich nervös an seinem Hosenbund herum.
„Ja! Ich kann es auch noch gar nicht glauben!“, lachte João und grinste. Nuno und Hélder tanzten ausgelassen, Petit und Ricardo Carvalho sahen ihren Teamkollegen nur amüsiert zu und der Trainer schien auf Wolke sieben.
„Kinder, Kinder. Heute Abend gibt’s aber keinen Alkohol mehr, ist das klar? Ihr geht alle brav in euer Bett und macht keinen Lärm. Morgen geht’s schon wieder nach Lissabon, da sollt ihr frisch aussehen, eure Fans warten jetzt schon auf euch.“, erklärte Scolari mit einem Grinsen. Ein leises Murren ging durch die Reihen, doch niemand protestierte, denn jeder wusste, dass der Brasilianer recht hatte: Die Fans in Portugal warteten auf sie und man durfte sie auf keinen Fall enttäuschen, nur weil man die Nacht zuvor total betrunken war. Schlafen würden die Spieler zwar nicht wirklich können, aber sie sollten ja nur nicht so viel Feiern – oder zumindest jetzt noch nicht. Erst auf den Straßen ihrer Hauptstadt!
„Ach ja und... Jungs?“, Scolari sah jeden eindringlich an, „Seid lieb zu den Spaniern, die sind im gleichen Hotel wie wir, falls einige das noch nicht gemerkt haben.“
Die Meisten zuckten nur mit den Schultern, doch Cristiano Ronaldo, Elfmeterheld und Goalgetter des Spiels, sah seinen Trainer nur geschockt an.
„Stimmt irgendetwas nicht, Cristiano?“, fragte dieser besorgt. Alle Spieler sahen ihren Kapitän mit gespannten Mienen an.
„Nein, nein. Ich hab nur gerade mit Fernando Torres geknutscht, aber sonst ist alles in Ordnung.“, er lächelte schief und setzte sich auf eine der Bänke, um die Stutzen herunterzuziehen und seine Schienbeinschoner abzulegen.
„Guter Scherz, du Witzbold!“, die gesamte Mannschaft brach augenblicklich in Gelächter aus und auch der Trainer schmunzelte. Cristiano seufzte und begann die Schnürsenkel seiner Schuhe zu öffnen. Er war eben doch ein Frauenheld, zumindest in den Augen seiner Mitspieler und der Presse, egal ob in England, oder sonst wo.
„Geht duschen, zieht euch was an und geht in den Mannschaftsbus. Der Fahrer fährt erst, wenn alle da sind. Wir sehen uns morgen am Flughafen, schlaft gut Jungs.“, wollte sich Luiz Felipe Scolari verabschieden, doch seine Schützlinge sahen in fragend an. „Ich geh' feiern, ich bin erwachsen.“ Der Brasilianer lachte noch einmal herzhaft und war schon verschwunden, ehe irgendwer etwas sagen konnte.
„Ich glaub das nicht! Als wären wir alle noch kleine Kinder!“, entrüstete sich Deco.
„Die einen mehr, die andern weniger...“, säuselte Cristiano mit den Schultern zuckend und brachte damit das Team zum zweiten Mal in wenigen Minuten zum Lachen.
„Da hat er recht...“, meinte auch Simao Sabrosa.
„Los, duschen und anziehen jetzt!“, befahl der Kapitän dann gespielt ernst und es wurde ihm mit einem Grinsen auf dem Gesicht folge geleistet.
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Re: Take My Hand
wow das ging ja jetzt schnell ^^
Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Cris+Nando-Storys doch deine ist gut!
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Re: Take My Hand
²Hobeymelon: Dankeschön <333
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ch komm' gleich!“, versprach Cristiano, als er zusammen mit seinem Team auf dem Weg zum Bus war.
„Wo gehst du hin?“, rief ihm Nani nach, doch der junge Portugiese bekam keine Antwort. Sein Mannschaftskollege war bereits wieder im Spielerein- und Ausgang verschwunden.
„João? Sollen wir nach ihm sehn'?“, fragte er ein wenig besorgt.
„Ich weiß nicht, vielleicht hat er ja was vergessen.“, João zuckte mit den Schultern, „Wir warten einfach noch ein paar Minuten und wenn er dann noch nicht da ist, sehen wir mal nach ihm, okay?“
„Gut, so machen wir es.“, stimmte Luís zu und stieg in den Bus.
Cristiano, in einem Trainingsanzug, lief noch mal zurück in die Kabine, in der er und seine Mannschaft Europameister geworden waren. Er hatte zwar nichts vergessen, aber er hatte noch etwas vor, das ihm eben erst in den Sinn gekommen war. Bewaffnet mit einem Fotohandy betrat er die Kabine und lächelte. Die roten Spinte glänzten und der Boden war von den vielen nassen Füße, die aus der Dusche gekommen waren, noch immer feucht. Schnell fotografierte er die Kabine und wollte den Raum wieder verlassen – doch als er sich umdrehte, stieß er mit jemandem zusammen und mit einem dumpfen Geräusch krachten sowohl Cristiano als auch die andere Person zu Boden.
„Verzeihung.“, murmelte er leise, als er versuchte aufzustehen.
„Mein Fehler.“, antwortete sein Gegenüber. Cristiano sah Fernando ein wenig verwirrt an. Fernando Torres, der Mann, mit dem er eben den besten Kuss seines Lebens erlebt hatte, rappelte sich gerade auf und reichte ihm die Hand.
„Ähm... willst du ewig da unten rumliegen, oder darf ich dir nicht aufhelfen?“, der Spanier wirkte nervös und Cristianos Wangen färbten sich, wie gut eine Stunde zuvor, wieder ein wenig zu rot.
„Tut mit leid.“, entschuldigte er sich und nahm die ausgestreckte Hand des Blonden. Ein Schmerz durchfuhr seinen Körper und er verlor den Halt, sodass Fernando ihn mit der beiden Händen festhalten musste, damit der Portugiese nicht nochmal stürzte.
„Hast du dir wehgetan?“
„Keine Ahnung, vielleicht bin ich umgeknickt, oder so... Was machst du hier?“, wich Cristiano aus, stützte sich aber bereitwillig auf Fernandos Schulter und drehte seinen rechten Fuß ein wenig, lies es dann aber lieber, denn sein Knöchel schmerzte fürchterlich.
„Was machst du denn noch hier?“, konterte Fernando und lief mit dem humpelden Portugiesen in Richtung Ausgang.
„Erinnerungsfoto. Aber ich hab dich was gefragt.“, erklärte dieser und sah den Spanier eindringlich an.
„Weiß du...“, Fernando stieß die Tür auf und schob Cristiano hindurch, „Das was da nach dem Spiel passiert ist...“, der Dunkelhaarige horchte auf, „Können wir das als Versehen abstempeln? Ich weiß nicht, aber... soweit ich weiß, steh ich auf Frauen und du, denke ich mal, auch.“ Torres sah Cristiano fragend an, der nur grinste:
„Klar... Vergessen wir das. Stress. Hoffentlich waren keine Fotografen mehr da...“
„Hoffentlich!“, auch Fernando grinste, als die Beiden durch eine offene Tür liefen.
„Oh mein Gott! Was ist denn passiert?!“, João und Nani rannten auf die Beiden zu. Ohne es zu merken, waren Cristiano, der förmlich in Fernandos Armen lag, auf den Mannschaftsbus der Portugiesen zu gelaufen.
„Nichts. Nichts Schlimmes. Es ist nur... ich war noch mal in der Kabine und hab ein Erinnerungsfoto gemacht und als ich dann so zurück gelaufen bin, bin ich umgeknickt.“, begann Cristiano die Wahrheit ein wenig zurecht zu rücken.
„Ich hatte länger gebraucht als die Andern und ihn dann gefunden.“, erklärte auch Fernando ohne rot zu werden.
„Mensch... beim Fußball verletzt er sich nicht, aber noch keine zehn Meter kann er alleine laufen!“, entrüstete sich João, während Nani sich das Lachen verkneifen musste.
„Danke für's Bringen.“, grinste Cristiano und Fernando nickte. Der Blonde 'übergab' Cristiano an dessen Freunde und verabschiedete sich mehr oder weniger glücklich. Ein seltsames Gefühl breitete sich in dem Spanier aus. Wehmut und Verzweiflung, Trauer und das Gefühl jemanden zu verlieren. Schnell schüttelte er den Kopf. Er hatte ein Finale verloren – nein, er hatte das Finale verloren, kein Wunder, dass er nun ein wenig durch den Wind war. Doch das Gefühl lies ihn auch nicht los, als er sich noch einmal umdrehte und Cristianos Siluette gerade in dem rot-grünen Bus verschwand und dieser los fuhr. Das Gefühl verlassen zu werden lies Fernando zusammen zucken.
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The Stupid Things
ch komm' gleich!“, versprach Cristiano, als er zusammen mit seinem Team auf dem Weg zum Bus war.
„Wo gehst du hin?“, rief ihm Nani nach, doch der junge Portugiese bekam keine Antwort. Sein Mannschaftskollege war bereits wieder im Spielerein- und Ausgang verschwunden.
„João? Sollen wir nach ihm sehn'?“, fragte er ein wenig besorgt.
„Ich weiß nicht, vielleicht hat er ja was vergessen.“, João zuckte mit den Schultern, „Wir warten einfach noch ein paar Minuten und wenn er dann noch nicht da ist, sehen wir mal nach ihm, okay?“
„Gut, so machen wir es.“, stimmte Luís zu und stieg in den Bus.
Cristiano, in einem Trainingsanzug, lief noch mal zurück in die Kabine, in der er und seine Mannschaft Europameister geworden waren. Er hatte zwar nichts vergessen, aber er hatte noch etwas vor, das ihm eben erst in den Sinn gekommen war. Bewaffnet mit einem Fotohandy betrat er die Kabine und lächelte. Die roten Spinte glänzten und der Boden war von den vielen nassen Füße, die aus der Dusche gekommen waren, noch immer feucht. Schnell fotografierte er die Kabine und wollte den Raum wieder verlassen – doch als er sich umdrehte, stieß er mit jemandem zusammen und mit einem dumpfen Geräusch krachten sowohl Cristiano als auch die andere Person zu Boden.
„Verzeihung.“, murmelte er leise, als er versuchte aufzustehen.
„Mein Fehler.“, antwortete sein Gegenüber. Cristiano sah Fernando ein wenig verwirrt an. Fernando Torres, der Mann, mit dem er eben den besten Kuss seines Lebens erlebt hatte, rappelte sich gerade auf und reichte ihm die Hand.
„Ähm... willst du ewig da unten rumliegen, oder darf ich dir nicht aufhelfen?“, der Spanier wirkte nervös und Cristianos Wangen färbten sich, wie gut eine Stunde zuvor, wieder ein wenig zu rot.
„Tut mit leid.“, entschuldigte er sich und nahm die ausgestreckte Hand des Blonden. Ein Schmerz durchfuhr seinen Körper und er verlor den Halt, sodass Fernando ihn mit der beiden Händen festhalten musste, damit der Portugiese nicht nochmal stürzte.
„Hast du dir wehgetan?“
„Keine Ahnung, vielleicht bin ich umgeknickt, oder so... Was machst du hier?“, wich Cristiano aus, stützte sich aber bereitwillig auf Fernandos Schulter und drehte seinen rechten Fuß ein wenig, lies es dann aber lieber, denn sein Knöchel schmerzte fürchterlich.
„Was machst du denn noch hier?“, konterte Fernando und lief mit dem humpelden Portugiesen in Richtung Ausgang.
„Erinnerungsfoto. Aber ich hab dich was gefragt.“, erklärte dieser und sah den Spanier eindringlich an.
„Weiß du...“, Fernando stieß die Tür auf und schob Cristiano hindurch, „Das was da nach dem Spiel passiert ist...“, der Dunkelhaarige horchte auf, „Können wir das als Versehen abstempeln? Ich weiß nicht, aber... soweit ich weiß, steh ich auf Frauen und du, denke ich mal, auch.“ Torres sah Cristiano fragend an, der nur grinste:
„Klar... Vergessen wir das. Stress. Hoffentlich waren keine Fotografen mehr da...“
„Hoffentlich!“, auch Fernando grinste, als die Beiden durch eine offene Tür liefen.
„Oh mein Gott! Was ist denn passiert?!“, João und Nani rannten auf die Beiden zu. Ohne es zu merken, waren Cristiano, der förmlich in Fernandos Armen lag, auf den Mannschaftsbus der Portugiesen zu gelaufen.
„Nichts. Nichts Schlimmes. Es ist nur... ich war noch mal in der Kabine und hab ein Erinnerungsfoto gemacht und als ich dann so zurück gelaufen bin, bin ich umgeknickt.“, begann Cristiano die Wahrheit ein wenig zurecht zu rücken.
„Ich hatte länger gebraucht als die Andern und ihn dann gefunden.“, erklärte auch Fernando ohne rot zu werden.
„Mensch... beim Fußball verletzt er sich nicht, aber noch keine zehn Meter kann er alleine laufen!“, entrüstete sich João, während Nani sich das Lachen verkneifen musste.
„Danke für's Bringen.“, grinste Cristiano und Fernando nickte. Der Blonde 'übergab' Cristiano an dessen Freunde und verabschiedete sich mehr oder weniger glücklich. Ein seltsames Gefühl breitete sich in dem Spanier aus. Wehmut und Verzweiflung, Trauer und das Gefühl jemanden zu verlieren. Schnell schüttelte er den Kopf. Er hatte ein Finale verloren – nein, er hatte das Finale verloren, kein Wunder, dass er nun ein wenig durch den Wind war. Doch das Gefühl lies ihn auch nicht los, als er sich noch einmal umdrehte und Cristianos Siluette gerade in dem rot-grünen Bus verschwand und dieser los fuhr. Das Gefühl verlassen zu werden lies Fernando zusammen zucken.
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